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01.12.2012 | Originalien | Ausgabe 12/2012

Der Urologe 12/2012

Hyperbare Sauerstofftherapie bei hämorrhagischer Strahlenzystitis nach Prostatakarzinom

Zeitschrift:
Der Urologe > Ausgabe 12/2012
Autoren:
Dr. S. Degener, H. Strelow, A. Pohle, D.A. Lazica, J. Windolf, J. Zumbé, S. Roth, A.S. Brandt

Zusammenfassung

Hintergrund

Die radiogene Zystitis stellt eine Spätfolge der Strahlentherapie dar, von der 3–6% der Patienten betroffen sind. Die hyperbare Sauerstofftherapie (HBO) bietet eine vielversprechende Alternative bei therapierefraktärer hämorrhagischer Strahlenzystitis. Diese Arbeit präsentiert unsere Ergebnisse der HBO-Therapie bei hämorrhagischer Strahlenzystitis nach Prostatakarzinom.

Methoden

Es erfolgte die retrospektive Evaluation aller Patienten, die von 2006–2012 wegen hämorrhagischer Zystitis mit HBO behandelt wurden. Die HBO wurde für 130 min/Tag bei 1,4 bar Überdruck durchgeführt. Dokumentiert wurden die Bestrahlungsart, der Beginn und die Schwere der Hämaturie, die Dauer bis zur HBO und die HBO-Kennzahlen. Der HBO-Effekt wurde als kompletter Rückgang der Symptome oder als niedrigerer RTOG/EORTC-Hämaturiegrad definiert.

Ergebnisse

Bei 10 Patienten (medianes Alter 75 Jahre) erfolgten median 30 HBO-Therapien bei hämorrhagischer Zystitis. Die Bestrahlungen wurden als primäre, adjuvante, Salvage- oder HDR-Brachytherapie (60–78 Gy) durchgeführt. Die Hämaturie trat im Median 41 Monate nach Radiatio auf. Die HBO erfolgte im Median 11 Monate nach Beginn der Hämaturie. Nach einem Follow-up von im Median 35 (2–71) Monaten waren 80% beschwerdefrei, ein Patient erlitt erneute eine einmalige Hämaturie und bei einem Patienten war eine Salvagezystektomie notwendig. Nebenwirkungen oder Folgeschäden traten nicht auf.

Zusammenfassung

Unsere Erfahrungen weisen darauf hin, dass HBO bei therapierefraktärer Strahlenzystitis eine sichere und effektive Therapieoption darstellt. Zur weiteren Evaluation wären prospektive Studien wünschenswert, erscheinen aber kaum realisierbar.

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