Zum Inhalt

Hypo- und Hypernatriämien auf der Intensivstation

Fallstricke des Volumenmanagements

Erschienen in:

Zusammenfassung

Hypo- und Hypernatriämien sind bei intensivmedizinischen Patienten sehr häufig und stehen in engem Zusammenhang mit Volumenstörungen und dem Volumenmanagement auf der Intensivstation. Sie sind mit einer längeren intensivstationären Verweildauer und einer deutlich erhöhten Mortalität assoziiert und ihre Behandlung ist komplexer, als es auf den ersten Blick scheint. Hyponatriämien werden anhand von Tonizität und Volumenstatus differenziert. Bei hypertonen und isotonen Hyponatriämien steht die Therapie der zugrunde liegenden Hyperglykämie im Vordergrund. Bei hypotonen hypovolämischen Hyponatriämien erfolgt eine Therapie mit balancierten kristalloiden Lösungen, bei schweren eu-/hypervolämischen hypotonen Hyponatriämien eine Akuttherapie mit hypertoner Kochsalzlösung. Hypervolämische Hypernatriämien treten fast ausschließlich bei intensivstationären Patienten auf und sind oft durch die Infusion hypertoner Lösungen bedingt. Es gibt wenig Evidenz für die Therapie, wobei hypotone Infusionen in Verbindung mit einer diuretischen Therapie ein Ansatz sein können. Es sollte großes Augenmerk auf die Prävention gelegt werden und die Infusion hypertoner Lösungen vermieden werden. Störungen der Plasmanatriumkonzentration sind häufig, bedürfen großer Aufmerksamkeit und es sollte eine sorgfältige diagnostische Einteilung erfolgen sowie die Volumentherapie entsprechend ausgerichtet werden.
Titel
Hypo- und Hypernatriämien auf der Intensivstation
Fallstricke des Volumenmanagements
Verfasst von
Dr. med. Johannes Schilling
Friederike Compton
Kai Schmidt-Ott
Publikationsdatum
01.10.2021
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Medizinische Klinik - Intensivmedizin und Notfallmedizin / Ausgabe 8/2021
Print ISSN: 2193-6218
Elektronische ISSN: 2193-6226
DOI
https://doi.org/10.1007/s00063-021-00873-6
Dieser Inhalt ist nur sichtbar, wenn du eingeloggt bist und die entsprechende Berechtigung hast.

Neu im Fachgebiet AINS

Therapie auf der Intensivstation hinterlässt oft tiefe Spuren

Kritisch Kranke, die einer Intensivbehandlung bedürfen, haben ein hohes Risiko für ernste Beeinträchtigungen nach ihrer Entlassung. Hausarztpraxen kommt hier eine Schlüsselrolle zu.

Jeder Sechste wird als schwierige Patientin oder Patient empfunden

Behandelnde beurteilen rund 17% der Patientinnen und Patienten in der Primärversorgung als schwierig. Meist handelt es sich um Menschen mit psychischen Begleiterkrankungen, chronischen Schmerzen oder anderen chronischen Leiden. Aber auch die Berufserfahrung der Behandelnden ist für das Urteil relevant.

Frau „erspült“ sich ein Kubitaltunnelsyndrom

Beim Abwaschen wurden die Rückenschmerzen jedes Mal unerträglich. Eine 74-Jährige behalf sich mit einem Trick – und erreichte damit, dass ihr nun auch noch der Arm wehtat und die Finger kribbelten.

NSAR plus Metformin – eine gefährliche Kombination

Als „gefährliches Duo“ bezeichnen zwei Ärzte aus Südkorea die gleichzeitige Anwendung von nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) und Metformin. Sie schildern den Fall einer älteren Patientin, die mit einer lebensbedrohlichen Laktatazidose in der Notaufnahme vorgestellt wurde.

e.Med Anästhesiologie - Alles drin für Ihr Fortbildungsziel ​ (Link öffnet in neuem Fenster)

Mit unserem e.Med Abo Anästhesiologie haben Sie jederzeit Zugriff auf aktuelles, ​praxisnahes Fachwissen – kompakt und einfach verfügbar. Jetzt CME-Punkte bequem online sammeln.

Update AINS

Bestellen Sie unseren Fach-Newsletter und bleiben Sie gut informiert.

Bildnachweise
Infusion/© ChooChin / Getty Images / iStock, Monitor und beatmeter Patient/© Taechit / stock.adobe.com, Patient fährt seinen Arzt an/© Lacheev / Getty Images / iStock (Symbolbild mit Fotomodellen), Frau mit Schmerzen in der linken Hand/© Jacob Wackerhausen / Getty Images / iStock (Symbolbild mit Fotomodell), Wegweiser Notaufnahme /© schulzfoto / stock.adobe.com, e.Med Anästhesiologie