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04.11.2020 | Hyperpigmentierung | Leitthema | Ausgabe 12/2020

Der Hautarzt 12/2020

Topische Behandlung von Pigmentstörungen mit kosmetischen und pharmazeutischen Wirkstoffen

Zeitschrift:
Der Hautarzt > Ausgabe 12/2020
Autoren:
Prof. Dr. M. Kerscher, Dr. H. Buntrock

Zusammenfassung

Hintergrund

Ästhetisch störende Hyperpigmentierungen können postinflammatorisch auftreten oder sich infolge genetischer als auch hormoneller Einflüsse, UV(Ultraviolett)-Exposition oder Medikamenteneinnahme entwickeln. Topische Therapien sollten über wissenschaftlich hinreichend dokumentierte In-vivo- und In-vitro-Wirksamkeitsnachweise und über in Studien belegte Wirkungen verfügen.

Ziel der Arbeit (Fragestellung)

Dieser Beitrag wird in wissenschaftlichen Studien belegte kosmetische und pharmazeutische topische Wirkstoffe gegen Hyperpigmentierung vorstellen.

Material und Methoden

Eine Suche in der PubMed-Datenbank wurde im Oktober 2020 unter Verwendung verschiedener Wirkstoffnamen sowie den Suchbegriffen „Melasma“ und „Hyperpigmentierung“ durchgeführt. Zwei Gutachter prüften unabhängig voneinander die Titel, was zur Auswahl von 30 Arbeiten führte.

Ergebnisse

Hydrochinon, ein Tyrosinaseinhibitor, wird seit über 40 Jahren zur Behandlung von Hyperpigmentierungen eingesetzt. Es ist der am häufigsten untersuchte Wirkstoff zur Aufhellung von Pigmenten. Trotz der begrenzten evidenzbasierten Forschung zu neuen Therapieansätzen zeigten mehrere Wirkstoffe eine Wirksamkeit als Depigmentierungsmittel, darunter Tyrosinaseinhibitoren, Substanzen, die den Zellumsatz erhöhen, und Pflanzenderivate.

Diskussion

Hydrochinon ist nach wie vor der Goldstandard für die Behandlung von Hyperpigmentierungen, ebenso wie die 3er-Kligman-Formulierung aus Hydrochinon, Vitamin-A-Säure und Hydrokortison – in verschiedenen Modifikationen. Zusammengefasst benötigen Hyperpigmentierungen Kombinationstherapien aus Lokaltherapien unterschiedlicher Ansätze, begleitet von konsequentem UV-Schutz.

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