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29.05.2017 | Hypertonie | CME | Ausgabe 5/2017

Herz 5/2017

Management der arteriellen Hypertonie

Zeitschrift:
Herz > Ausgabe 5/2017
Autoren:
Dr. med. J. A. Wermelt, Prof. Dr. med. H. Schunkert

Zusammenfassung

Die arterielle Hypertonie hat eine hohe Prävalenz und ist einer der bedeutendsten Risikofaktoren für die Entwicklung kardiovaskulärer Erkrankungen. Ihre weltweite Morbidität und Mortalität stellt auch ein großes sozioökonomisches Problem dar. Trotz beachtlicher Fortschritte bei der Aufklärung, Diagnose und Behandlung des Bluthochdrucks weist weniger als die Hälfte der Hypertoniker einen Blutdruck unter 140/90 mm Hg auf. Die Diagnose wird in der Regel bei der Untersuchung in der Klinik oder Praxis gestellt. Um eine isolierte Praxishypertonie („white coat hypertension“) oder einen maskierten Hochdruck (Normotension nur bei der Praxismessung) nachzuweisen, kommt auch der praxisunabhängigen Blutdruckmessung (Langzeitblutdruckmessung oder häusliche Blutdruckselbstmessung) eine besondere Bedeutung zu. Zur Behandlung stehen medikamentöse und nichtmedikamentöse Maßnahmen zur Verfügung. Welcher Zielblutdruckwert für den individuellen Patienten der richtige ist, wird derzeit kontrovers diskutiert. Die europäischen und die identischen nationalen Leitlinien von 2013 empfehlen einen Zielblutdruck für fast alle Patienten von unter 140/90 mm Hg. Die SPRINT-Studie aus dem Jahr 2015 konnte allerdings zeigen, dass einige Patienten von einer strengeren Blutdruckeinstellung hinsichtlich des Auftretens kardiovaskulärer Ereignisse profitieren können. Dieser CME-Beitrag fasst die aktuellen Diskussionen um das Management der arteriellen Hypertonie zusammen und soll vor dem Hintergrund dieser neuen Entwicklungen Tipps für die Praxis geben.

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