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Die Nephrologie

Neue Hemmstoffe des RAAS für die Blutdrucksenkung

Zusammenfassung

Die Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS) ist einer der wichtigsten Bestandteile der Behandlung von Bluthochdruck. Trotz etablierter und wirksamer RAAS-Blocker bleibt die Blutdruckkontrolle bei vielen Bluthochdruckpatienten unzureichend. Die Gründe dafür sind vielfältig und umfassen Unverträglichkeiten, Nebenwirkungen, unvollständige RAAS-Blockade, Nonadhärenz sowie Indikationslimitationen bei fortgeschrittener chronischer Nierenkrankheit. Neue pharmakologische Strategien sind daher erforderlich, um die Blutdrucksenkung durch gezieltere und länger anhaltende Effekte auf das RAAS zu verbessern. Seit Kurzem stehen 3 neue Ansätze, das RAAS zu inhibieren, welche bereits in großen Studien auf ihre Wirksamkeit bei der Behandlung von unkontrollierter bzw. therapieresistenter Hypertonie getestet wurden, zur Verfügung: siRNA(„small interfering RNA“)-Therapeutika gegen Angiotensinogen, nichtsteroidale Mineralokortikoidrezeptorantagonisten (nsMRA) und Aldosteronsynthaseinhibitoren (ASI). In diesem Artikel beschreiben wir die spezifischen Wirkmechanismen dieser verschiedenen neuen RAAS-Hemmer, ihren bisher nachgewiesenen blutdrucksenkenden Effekt und ihre möglichen Indikationen. Trotz limitierter Studienlage scheinen die neuen RAAS-Inhibitoren eine vielversprechende Perspektive für eine bessere Blutdruckkontrolle, kardiovaskuläre Prognose und renale Protektion zu bieten.
Titel
Neue Hemmstoffe des RAAS für die Blutdrucksenkung
Verfasst von
Dr. Marta Müller
Prof. Dr. Johannes Stegbauer
Publikationsdatum
26.11.2025
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Die Nephrologie
Print ISSN: 2731-7463
Elektronische ISSN: 2731-7471
DOI
https://doi.org/10.1007/s11560-025-00886-8
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Bildnachweise
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