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07.12.2020 | Hysterektomie | Der besondere Fall im Bild | Ausgabe 1/2021

Rechtsmedizin 1/2021

Häusliche Gewalt oder spontanes Ereignis? Fruchttod nach Gebärmutterriss in der 22. Schwangerschaftswoche

Zeitschrift:
Rechtsmedizin > Ausgabe 1/2021
Autoren:
Dr. med. H. Gauselmann, H. Martin, L. Oesterhelweg

Zusammenfassung

Eine 40-jährige Schwangere (21 + 1 SSW, Z. n. 2‑facher Sectio) wurde kreislaufinstabil in ein Krankenhaus eingeliefert. Bei einer Notfalllaparotomie fanden sich blutende Perforationsstellen der Uterusvorderwand, die eine sofortige Schnittentbindung des noch lebenden Fetus sowie eine Hysterektomie nötig machten. Das unreife Kind starb direkt post partum.
Ermittlungen ergaben eine Vorgeschichte mit wiederholten Polizeieinsätzen aufgrund häuslicher Gewalt durch den Ehemann. Rechtsmedizinische Untersuchungen der Kindsmutter, der Leibesfrucht und der Gebärmutter erbrachten keine Hinweise auf eine traumatische Einwirkung. Die weiterführenden Untersuchungen zeigten hingegen eine Placenta praevia und percreta.
Die Uterusruptur ist ein seltenes, mit hoher Mortalität verbundenes und meist während der Geburt vonstattengehendes Ereignis. Rupturen am wehenlosen Uterus lassen vordergründig an ein traumatisches Ereignis denken. Im vorliegenden Fall ließ die von häuslicher Gewalt geprägte Vorgeschichte zunächst an eine traumatisch bedingte Uterusruptur denken, deren tatsächliche krankhafte Ursache letztlich durch die feingewebliche Untersuchung des Uterus geklärt werden konnte.

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