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14.09.2017 | Leitthema | Ausgabe 5/2017

Rechtsmedizin 5/2017

Iatrogene Herzverletzungen bei thorakalen Punktionen

Befunde in postmortaler Computertomographie und multiphasischer postmortaler Computertomographie-Angiographie

Zeitschrift:
Rechtsmedizin > Ausgabe 5/2017
Autoren:
Prof. Dr. H. Vogel, K. Püschel, B. Vogel, A. Heinemann

Zusammenfassung

Hintergrund

Fehlerhafte Punktionen, die eine Perikardtamponade induzieren, werden insbesondere in Notfallsituationen bei Perikardiozentesen induziert. Entstehungsmechanismen sollen analysiert werden. Todesfälle mit Herzverletzungen bei thorakalen Punktionen wurden evaluiert.

Material und Methoden

Im Institut für Rechtsmedizin der Universität Hamburg wurden in einem Einjahreszeitraum alle durch iatrogene Punktionen verursachten Herzverletzungen ausgewertet, die einem postmortalen Computertomogramm (PMCT), einer multiphasischen postmortalen Computertomographie-Angiographie (MPMCTA) und einer Obduktion unterzogen worden waren.

Ergebnisse

Es wurden 10 Fälle mit fehlerhaften Punktionen des Herzens dokumentiert. Bei den meisten dieser Patienten war eine Notfallperikardiozentese durchgeführt worden. Es fanden sich falsche Positionierungen von Drainagekathetern, Hämoperikardfälle aufgrund von Ein- und Durchstichen bei der Platzierung zentraler Venenkatheter sowie Herzverletzungen durch Pleurapunktion.

Schlussfolgerung

Die Analyse des Verstorbenen bietet die Möglichkeit, seltene Komplikationen festzustellen. Diese Komplikationen können miteinander verglichen und Gründe für den Misserfolg der Handhabung eines Notfalls können verdeutlicht werden.

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