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Die Gynäkologie

Fertiprotektion aus reproduktionsmedizinischer Sicht

  • 26.01.2026
  • ICSI
  • Leitthema
Erschienen in:

Zusammenfassung

In den vergangenen 2 Dekaden hat sich das Spektrum der Indikationen für fertilitätsprotektive Prozeduren deutlich erweitert, sowohl für Patientinnen mit malignen Tumoren als auch für Patientinnen mit anderen Erkrankungen, welche die ovarielle Reserve zerstören bzw. verringern. Zugleich sind die Risiken für Komplikationen, wie das OHSS (ovarielles Hyperstimulationssyndrom), durch individualisierte Stimulationsprotokolle beherrschbarer geworden, und für die unmittelbare wie für die langfristige Sicherheit besteht inzwischen umfangreiche empirisch gewonnene Evidenz. Der Beitrag beleuchtet die Nutzbarmachung fertilitätsprotektiver Techniken im onkologischen Kontext und fokussiert dabei auf die Kryokonservierung von Oozyten, Embryonen und Ovargewebe. Daneben werden die Notwendigkeit tragfähiger, kontinuierlicher interdisziplinärer Kooperation und die Relevanz der Netzwerkarbeit (FertiPROTEKT) dargestellt: für Lebensqualität, ganzheitliche Versorgung und bestmögliche reproduktive Autonomie der Patientinnen, aber auch zur Unterstützung von Behandelnden hinsichtlich medizinischer, ethischer und (haftungs)rechtlicher Fragestellungen.
Titel
Fertiprotektion aus reproduktionsmedizinischer Sicht
Verfasst von
Prof. Dr. med. habil. Dr. h.c. mult. Klaus Diedrich
Prof. Dr. med. vet. Safaa Al-Hasani
Publikationsdatum
26.01.2026
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Die Gynäkologie / Ausgabe 3/2026
Print ISSN: 2731-7102
Elektronische ISSN: 2731-7110
DOI
https://doi.org/10.1007/s00129-026-05467-x
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