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25.02.2015 | Panorama | Ausgabe 1/2015

Zwischen Tür und Angel lauern Gefahren
Orthopädie & Rheuma 1/2015

Ihre Freunde sollten Ärzte nicht behandeln

Zeitschrift:
Orthopädie & Rheuma > Ausgabe 1/2015
Autor:
red
_ Medizinische Fachorganisationen und Ethikkommissionen sprechen sich dagegen aus, dass Ärzte — von Notfällen abgesehen — Familienangehörige und Freunde behandeln. Mediziner neigen nämlich dazu, im privaten Umfeld bei der Abklärung geschilderter Beschwerden unstrukturiert vorzugehen. Beispielsweise ist die nicht selten zwischen Tür und Angel erhobene Anamnese unvollständig, die körperliche Untersuchung wird oft lückenhaft durchgeführt oder unterbleibt mangels geeigneter Örtlichkeiten komplett. Die emotionale Beziehung zu den „Privatpatienten“ beeinträchtigt zudem die objektive Bewertung von Nutzen und Risiken vorgeschlagener Maßnahmen. Unterdiagnostik ist ebenso möglich wie Überdiagnostk, zudem droht eine Überschreitung des eigenen Fachgebietes, wie Gold et al. in einer aktuellen Untersuchung festgestellt haben [Gold KJ et al. No appointment necessary? Ethical challenges in treating friends and familiy. NEJM 2014;371:1254–58]. Der Arzt arbeitet Komplikationen und Fehlbeurteilungen eventuell unsachlich auf, die Betreuung bleibt häufig formlos und undokumentiert. ...

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