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01.08.2014 | Originalien | Ausgabe 4/2014

Rechtsmedizin 4/2014

Im Vorfeld der 4. Fortschreibung der Richtlinien zur Feststellung des Hirntods

Erkenntnisse im Kontext der aktuellen wissenschaftlichen Diskussion

Zeitschrift:
Rechtsmedizin > Ausgabe 4/2014
Autoren:
L. Markert, B. Bockholdt, M.A. Verhoff, Assessor Prof. Dr. med. Dr. med. habil. M. Parzeller

Zusammenfassung

Die derzeitige Fassung der Richtlinien zur Feststellung des Hirntods aus 1997 bildet gemäß § 3 Abs. 2 Nr. 2 TPG noch die Basis für die Unzulässigkeitsfeststellung vor einer postmortalen Organ- oder Gewebeentnahme. Die Richtlinien müssen dem Stand der Erkenntnisse der medizinischen Wissenschaft entsprechen (§§ 3 Abs. 2 Nr. 2, 16 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 des Transplantationsgesetzes, TPG). Im Kontext der gegenwärtigen Debatte um das Hirntodkonzept stellt sich die Frage, inwieweit diese Richtlinien den gesetzlichen Anforderungen genügen. Eine 4. Fortschreibung der Richtlinien liegt zur Bewertung in nichtöffentlicher Form den Fachverbänden vor.
Nach dem internationalen Stand der Forschung sind die Hirntoddefinition, die Erfüllung des Todeskriteriums und die in den Richtlinien genannten diagnostischen Verfahren infrage zu stellen. Zumindest in Teilbereichen gelten ältere Erkenntnisse als widerlegt. In der 4. Fortschreibung und der begleitenden Begründung ist es erforderlich, auf den aktuellen Meinungsstand einzugehen. Bei einer Prüfung der noch aktuellen Richtlinien ist davon auszugehen, dass die Richtlinien partiell nicht mehr dem aktuellen Stand der Erkenntnisse der medizinischen Wissenschaft entsprechen.
Insbesondere die Vermutungswirkung gemäß § 16 Abs. 1 S. 2 TPG ist infrage gestellt, wenn deren wesentliche Voraussetzung, nämlich der Stand der Erkenntnisse der medizinischen Wissenschaft, nicht mehr vorliegt. Hier ist kritisch zu hinterfragen, welche Aspekte bei der Reform der Richtlinien zu beachten sind.

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