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01.03.2012 | Originalien | Ausgabe 3/2012

Der Ophthalmologe 3/2012

Immunreaktionen bei hinterer lamellierender vs. perforierender Keratoplastik

Eine retrospektive Analyse

Zeitschrift:
Der Ophthalmologe > Ausgabe 3/2012
Autoren:
PD Dr. E. Bertelmann, C. Seeger, P. Rieck, N. Torun

Zusammenfassung

Hintergrund

Aufgrund der noch relativ neuen größeren Verbreitung der lamellierenden Keratoplastik (KPL) liegen bisher nur wenige Daten hinsichtlich des Risikos für das Auftreten von Immunreaktionen vor. Ziel der vorliegenden Arbeit war es daher, die Inzidenz von Immunreaktionen bei posteriorer lamellierender KPL zu erfassen und mit der Inzidenz von Immunreaktionen nach perforierender KPL zu vergleichen.

Patienten und Methoden

In diese retrospektive Untersuchung einbezogen wurden die Daten von insgesamt 204 Keratoplastikpatienten der Augenklinik Charité - Universitätsmedizin Berlin, Campus Virchow-Klinikum, die von 1999 bis 2000 sowie von 2007 bis 2009 operiert wurden. Vollständige Daten lagen von 160 Patienten vor. Die Auswertung erfolgte mittels SPSS (Statistical Package for the Social Sciences), Version 12.0. Neben dem Mittelwertvergleich und der rein deskriptiven Auswertung wurde der Chi-Quadrat-Test zur Auswertung eingesetzt.

Ergebnisse

Von den 160 Patienten, die in dieser Studie untersucht wurden, erhielten 29 Patienten eine hintere lamellierende und 131 Patienten eine perforierende KPL. Dabei zeigte sich im Verlauf bei 3,4% der Patienten mit hinterer lamellierender KPL und bei 29,8% der Patienten mit perforierender KPL eine Immunreaktion (χ2 = 9,02; p < 0,001). Von den 44 Patienten mit Fuchs-Endotheldystrophie erhielten 28 Patienten eine hintere lamellierende („Descemet’s stripping with automated endothelial keratoplasty“, DSAEK) und 16 Patienten eine perforierende KPL. Dabei zeigte sich bei 3,6% der Patienten mit DSAEK und bei 18,75% der Patienten mit perforierender KPL eine Immunreaktion.

Schlussfolgerung

Immunreaktionen traten in dieser retrospektiven Studie mit univariater Analyse der Risikofaktoren nach DSAEK erheblich seltener als nach perforierender KPL auf. Der Gesamtvergleich beider Gruppen wurde erheblich durch das stark differente Indikationsspektrum beeinflusst. Auch bei gleicher Indikation (Fuchs-Endotheldystrophie) wies die DSAEK deutlich seltener Immunreaktionen auf.

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