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19.10.2018 | Leitthema | Ausgabe 11/2018

Der Urologe 11/2018

Immuntherapie beim Prostatakarzinom – aus Alt macht Neu?

Zeitschrift:
Der Urologe > Ausgabe 11/2018
Autor:
PD Dr. med. univ. M. De Santis

Zusammenfassung

Hintergrund

Das Prostatakarzinom (PCA) scheint, sehr vereinfachend gesagt, immunologisch „kälter“ als andere Tumoren zu sein, in der unmittelbaren Tumorumgebung finden sich seltener die erforderlichen Immunzellen und die Mikroumgebung scheint oft wenig prädestiniert für eine gute Immunantwort.

Fragestellung

Ist Immuntherapie beim PCA wirksam und welche Patienten können profitieren?

Material und Methoden

Der Übersichtsartikel basiert auf einer individuellen Zusammenstellung von Literatur und Kongressergebnissen.

Ergebnisse

Im Gegensatz zu anderen Tumorentitäten war beim PCA der erste Erfolg der Immuntherapie, der signifikante Überlebensvorteil mit Sipuleucel-T in randomisierten Phase-III-Studien und die FDA-Zulassung dieser individualisierten Vakzine nicht der unmittelbare Durchbruch in eine neue Therapieära, sondern blieb längere Zeit singulär und auf die USA beschränkt. Mehrere aktuelle Immuntherapiestudien beim PCA verfehlten ihren primären Endpunkt, obwohl bei einzelnen Patienten sehr wohl auch Langzeitremissionen beobachtet wurden.

Diskussion

Gensequenzierung und neuartige Biomarker bahnen den Weg zu individualisierter Immuntherapie auch für das PCA. Die Frage, welche einzelnen Patienten von einer Immuntherapie profitieren, ist Thema von zahlreichen Forschungsprojekten und klinischen Studien.

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