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28.02.2019 | Impfen in der Pädiatrie | Leitthema | Ausgabe 4/2019

Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz 4/2019

Impfkomplikationen und der Umgang mit Verdachtsfällen

Zeitschrift:
Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz > Ausgabe 4/2019
Autoren:
MSc. Dr. med. Dr. rer. biol. hum. Doris Oberle, Dirk Mentzer, Fabia Rocha, Renz Streit, Karin Weißer, Brigitte Keller-Stanislawski

Zusammenfassung

In allen entwickelten Ländern besteht heute die Möglichkeit, sich vor impfpräventablen Infektionskrankheiten zu schützen. Aber nicht alle Menschen nehmen diese Option in Anspruch. Gerade in hoch entwickelten Ländern macht sich ein Trend zur „vaccination hesitancy“ bemerkbar, d. h. zur Zögerlichkeit, sich selbst oder seine Kinder impfen zu lassen. Die Gründe dafür sind vielfältig; der wichtigste Grund aber ist die Furcht vor Impfkomplikationen, v. a. solchen mit bleibendem Schaden oder tödlichem Ausgang.
Während es wenige nachgewiesene Assoziationen zwischen Impfung und unerwünschter Arzneimittelwirkung (UAW) gibt, wie z. B. Fieberkrampf nach einer Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln (MMR), konnten andere Hypothesen inzwischen widerlegt werden, wie z. B. Autismus nach MMR-Impfung. Der vorliegende Artikel möchte zum einen eine Übersicht über bekannte Impfkomplikationen mit Hinweis auf einen kausalen Zusammenhang zur Impfung geben und zum andern auf Hypothesen zu potenziellen UAW eingehen, die inzwischen mithilfe von pharmakoepidemiologischen Studien widerlegt wurden.
Nur die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den Hypothesen, die v. a. in den sozialen Medien immer wieder thematisiert werden, kann dazu beitragen, Hinweise auf einen kausalen Zusammenhang entweder zu erhärten oder zu entkräften. Verdichten sich die Hinweise auf einen kausalen Zusammenhang, wie z. B. bei Darminvagination, werden die zuständigen Behörden, das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) und die Europäische Arzneimittelagentur (EMA), risikominimierende Maßnahmen ergreifen. Liefern mehrere Studien und Metaanalysen keine Hinweise auf einen kausalen Zusammenhang, ist eine gezielte Kommunikationsstrategie erforderlich, um zu verhindern, dass Mythen weiter kursieren, Impfraten einbrechen und es zu Ausbrüchen von Infektionskrankheiten kommt.

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