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29.11.2018 | Impfungen | Originalien und Übersichten | Ausgabe 1/2019 Open Access

Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz 1/2019

Influenzaimpfquoten von Patienten mit vertragsärztlicher Versorgung in beschützenden Einrichtungen, Pflege- und Altenheimen

Zeitschrift:
Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz > Ausgabe 1/2019
Autoren:
MPH Dipl.-Wirtschaftsinformatikerin (FH) Diana Kurch-Bek, Christian Gallowitz, Dr. Bernhard Tenckhoff, Prof. Dr. Leonie Sundmacher

Zusammenfassung

Hintergrund

Eine der wichtigsten und wirksamsten Präventionsmaßnahmen zum Schutz vor saisonaler Influenza sind Impfungen. Die ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Influenzaimpfung für besondere Personengruppen, wie Patienten in beschützenden Einrichtungen sowie in Pflege- und Altenheimen (bPA-Einrichtungen). Die Europäische Kommission (EK) fordert eine Influenzaimpfquote von 75 % in der älteren Bevölkerung. In Deutschland liegen bisher nur vereinzelte Ergebnisse aus Befragungen zu Influenzaimpfquoten für Patienten in bPA-Einrichtungen vor.

Fragestellung

Ziel der Studie war es, auf Basis ambulanter Abrechnungsdaten erstmals einen bundesweiten Überblick über die Influenzaimpfquoten bei in bPA-Einrichtungen versorgten Patienten zu geben.

Material und Methoden

Es erfolgte die deskriptive Auswertung der ambulanten vertragsärztlichen Abrechnungsdaten für 6 Studienkohorten in den Jahren 2010 bis 2016.

Ergebnisse

Die Impfquote der Studienkohorten variiert über die Saisons hinweg zwischen 56,6 % und 60,3 %. Über den Gesamtzeitraum wurde ein Durchschnitt von 58,5 % erreicht. Es zeigten sich deutliche regionale Unterschiede in den Influenzaimpfquoten von bis zu 20 Prozentpunkten (PP) sowie wenn zuvor ein Hausarzt konsultiert wurde (bis zu 35 PP).

Diskussion

Die Ergebnisse geben erste Einblicke zu Impfquoten in bPA-Einrichtungen und enthalten Hinweise auf Zusammenhänge zwischen strukturellen Versorgungsunterschieden und der Inanspruchnahme von Influenzaimpfungen. Die Ergebnisse können dazu beitragen, Gruppen mit besonders niedrigen Influenzaimpfquoten zu identifizieren. Sie ergänzen die Datenbasis für gesundheitspolitische Maßnahmen zur Erhöhung der Impfquoten. Für die untersuchte Gruppe wurden die Empfehlungen der EK zu einer Influenzaimpfquote von 75 % bisher nicht erreicht.

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