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24.09.2020 | Implantologie | Nachrichten

International Journal of Implant Dentistry von DGI und JSOI erhält seinen ersten Impact Factor

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Für das internationale Open-Access-Journal International Journal of Implant Dentistry (IJID), das die Deutsche Gesellschaft für Implantologie (DGI) zusammen mit ihrer japanischen Schwestergesellschaft (JSOI) herausgibt, wurde erstmals der Impact Factor berechnet. Sein Wert (2,11) katapultierte das Journal aus dem Stand heraus ins erste Drittel jener Rangliste mit insgesamt 91 zahnmedizinischen Journalen, die den Einfluss einer Zeitschrift wiedergibt.

Bei Wissenschaftlern aktiviert die Aussicht auf eine Publikation in einer Zeitschrift mit hohem Impact Factor das Belohnungszentrum im Gehirn. Neurowissenschaftler von der Universität Kiel zogen aus ihrer Untersuchung 2015 den Schluss, „dass Wissenschaftler das vorherrschende Belohnungsprinzip der wissenschaftlichen Gemeinschaft in ihr Belohnungssystem aufgenommen haben“. 
Das ist auch nicht verwunderlich. Der Faktor gehört – vor allem in Medizin und Naturwissenschaften – zu jenen bibliometrischen Größen, mit deren Hilfe Zeitschriften verglichen werden. Der Impact Factor (IF) einer Fachzeitschrift gibt an, wie häufig im Durchschnitt ein darin veröffentlichter Artikel in anderen Publikationen zitiert wird. Jenseits der quantitativen Messung ist der IF auch ein Wirtschafts- und Einflussfaktor: Bibliotheken orientieren sich an ihm, wenn sie Zeitschriften abonnieren. Geht es um die Leistung von Forschungsinstitutionen, wird überprüft, inwieweit deren Forscher in Journalen mit hohem IF-Werten publizieren.

Der Impact Factor des International Journal of Implant Dentistry wurde in diesem Jahr zum ersten Mal gemessen, nachdem es im vergangenen Jahr in den Science Citation Index Expanded (SCIE) aufgenommen wurde, eine wissenschaftliche Zitationsdatenbank, welche die einflussreichsten Zeitschriften in ihrem jeweiligen Fachgebiet auflistet.
Mit einem Impact Factor von 2,111 landete das IJID auf Platz 32 der Liste mit insgesamt 91 zahnmedizinischen Journalen. Angeführt wird die Liste von einer Zeitschrift mit einem IF von 7,718, das Schlusslicht erreicht einen Wert von 0,113. 

„Mit unserem Wert von 2,111 liegen wir deutlich höher als ich erwartet hatte“, freut sich Prof. Dr. Dr. Hendrik Terheyden (Kassel). Als Präsident der DGI hatte Professor Terheyden im Jahr 2011 zusammen mit seinen Kollegen von der Japanischen Gesellschaft für Orale Implantologie (JSOI) das Open-Access-Journal auf den Weg gebracht, damit die Inhalte der Zeitschrift den Leserinnen und Lesern kostenfrei im Internet zur Verfügung stehen. An den Start ging das Journal im Jahr 2014 bei Springer Open, der Open-Access-Abteilung des internationalen Springer-Verlages. Seit 2016 ist es in der Datenbank PubMed Central verfügbar. (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/

Das IJID hat inzwischen (Stand Juni 2020) 973 Einreichungen erhalten und nach einem qualitativ hochwertigen und unabhängigen Peer Review ca. 237 Artikel aus allen Bereichen der Implantologie zur Veröffentlichung akzeptiert. Dazu gehören systematische Literaturübersichten, prospektive und retrospektive klinische Studien, klinische Fallberichte, eingeladene Reviews sowie Beiträge aus der Grundlagen- und Materialforschung. 

Herausgeber sind Prof. Dr. Yoshinobu Maeda, Osaka, Japan und Prof. Dr. Dr. Hendrik Terheyden, Kassel. Die beiden Fachgesellschaften DGI und JSOI tragen die Kosten für die Veröffentlichung der Beiträge als Stipendium. 

https://journalimplantdent.springeropen.com




Quelle: Barbara Ritzert, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Deutsche Gesellschaft für Implantologie e.V.

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