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Implementierung Früher Hilfen für Familien mit und ohne Migrationshintergrund

Ergebnisse des Modellprojekts „Pro Kind“

  • 01.05.2012
  • Prävention/Gesundheitsförderung
Erschienen in:

Zusammenfassung

Hintergrund

Frühe Hilfen können dazu beitragen, soziale und gesundheitliche Ungleichheiten bei Familien mit Migrationshintergrund zu vermindern. Im vorliegenden Beitrag werden Ergebnisse zur Erreichbarkeit sowie zur praktischen Umsetzung des Hausbesuchsprogramms „Pro Kind“ in Familien mit und ohne Migrationshintergrund präsentiert.

Methode

Standardisierte Befragungen mit den Teilnehmerinnen, Dokumentationen der Hausbesuche durch die Familienbegleiterinnen und Erfahrungen aus den Fachberatungen, die die praktische Arbeit begleiten, gehen in die vergleichende quer- und längsschnittliche Betrachtung von Teilnehmerinnen mit und ohne Migrationshintergrund ein.

Ergebnisse

Mit dem Hausbesuchsprogramm „Pro Kind“ gelingt es, auch mehrfach risikobelastete Frauen mit Migrationshintergrund bereits früh in der Schwangerschaft zu erreichen, wobei die Repräsentativität der Gruppe jedoch eingeschränkt ist. In der praktischen Arbeit mit diesen Familien ergeben sich inhaltliche Schwerpunkte und Besonderheiten, die einen kultursensiblen und wertschätzenden Umgang erfordern.

Schlussfolgerung

Der frühe Zugang insbesondere zu jungen Frauen mit Migrationshintergrund ist optimierbar. Eine Lösung besteht in der verbesserten Kooperation mit Akteuren und Multiplikatoren, die Kontakt zur Zielgruppe haben. Weitere zukünftige Herausforderungen stellen der Einbezug des Partners, mögliche Sprach- und Kulturbarrieren und die dafür notwendige Anpassung von Programmmaterialien sowie eine kultursensible fachliche Begleitung der Familienbegleiterinnen dar.
Titel
Implementierung Früher Hilfen für Familien mit und ohne Migrationshintergrund
Ergebnisse des Modellprojekts „Pro Kind“
Verfasst von
V. Kurtz
T. Brand
A. Maier-Pfeiffer
S. Hartmann
T. Jungmann
Publikationsdatum
01.05.2012
Verlag
Springer-Verlag
Erschienen in
Prävention und Gesundheitsförderung / Ausgabe 2/2012
Print ISSN: 1861-6755
Elektronische ISSN: 1861-6763
DOI
https://doi.org/10.1007/s11553-012-0331-8
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