Erschienen in:
29.11.2021 | In Kürze
In Kürze
Erschienen in:
Der Freie Zahnarzt
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Ausgabe 12/2021
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Auszug
TI-- Die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) fordert, Massenanwendungen der Telematikinfrastruktur (TI) nicht ohne in Tests nachgewiesene Marktreife umzusetzen. Das Vorgehen der Betreibergesellschaft der Telematikinfrastruktur (gematik) bei der Einführung der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (e-AU) sei "stark fehlerbehaftet", heißt es von Seiten der KZBV. Der zuständige Vorstand Martin Hendges erklärte, aufgrund unausgegorener TI-Anwendungen gebe es Frust und Verunsicherung in den Praxen. Grundsätzlich unterstütze die KZBV die Einführung digitaler Neuerungen im Gesundheitswesen. Zahlreiche Fehler hätten aber bei ausreichender Testung und umsichtiger Einführung der e-AU vermieden werden können. Derzeit bringe die Digitalisierung nur Mehrarbeit und Mehraufwand für die Praxen, während den Krankenkassen die Arbeit erleichtert werde. Die gematik sei frühzeitig mit einem Feldtest beauftragt worden, der dann aber immer weiter verschoben wurde. KZBV-Chef Wolfgang Eßer bekräftigte die Forderung, digitale und technische Innovationen für die Zahnärzteschaft müssten zeitlich, wirtschaftlich und organisatorisch umsetzbar sein und einen erkennbaren Mehrwert für die Versorgung entfalten, etwa bei Anamnesen und Diagnosen.
jh …