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04.07.2019 | Originalien und Übersichten | Ausgabe 8/2019

Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz 8/2019

Inanspruchnahme von individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL) bei Arthrose in Deutschland

Ergebnisse einer Befragung im Rahmen der PROCLAIR-Studie

Zeitschrift:
Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz > Ausgabe 8/2019
Autoren:
Hannes Jacobs, Falk Hoffmann, Johanna Callhoff, Anne Postler, Joachim Saam, Angela Zink, Klaus-Peter Günther, Jens Goronzy
Wichtige Hinweise

Zusatzmaterial online

Zusätzliche Informationen sind in der Online-Version dieses Artikels (https://​doi.​org/​10.​1007/​s00103-019-02986-y) enthalten.

Zusammenfassung

Hintergrund

Es existieren wenige Daten zur Inanspruchnahme von individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL) und von Maßnahmen und Präparaten außerhalb der Arztpraxis (MuPaP) bei Arthrosepatienten.

Ziel der Arbeit

Ziele dieser Studie sind es, die Nutzung arthrosespezifischer IGeL und MuPaP sowie Prädiktoren für deren Inanspruchnahme zu untersuchen.

Material und Methoden

Für diese Querschnittsstudie wurden aus Krankenkassenabrechnungsdaten alle Personen identifiziert, die 2014 eine Hüft‑, Knie- oder Polyarthrose aufwiesen (n = 657.807). Einer Stichprobe (n = 8995) wurde ein Fragebogen zugeschickt. Die Nutzung von IGeL und MuPaP und der ausführende bzw. empfehlende Arzt wurden analysiert. Anhand multivariabler logistischer Regression wurden Prädiktoren ermittelt, die mit einer Nutzung von IGeL, MuPaP oder diesen selbst bezahlten Leistungen insgesamt assoziiert sind.

Ergebnisse

Nach der Daten- und Diagnosevalidierung wurden 2363 Personen eingeschlossen (Durchschnittsalter: 65,5 Jahre; 72 % weiblich). 39 % der Befragten nahmen in den letzten 12 Monaten mindestens eine IGeL in Anspruch (MuPaP: 76 %), mit 86 % vorrangig beim Orthopäden (MuPaP: 88 % eigene Motivation). Das Vorliegen einer Kniearthrose war mit einer erhöhten Inanspruchnahme von IGeL assoziiert. Einfluss auf die Nutzung von selbst bezahlten Leistungen insgesamt hatten weibliches Geschlecht, höheres Nettoäquivalenzeinkommen, Wohnregion West, höhere Krankheitslast und niedrigere allgemeine Zufriedenheit mit dem Gesundheitssystem.

Diskussion

Da vor allem Patienten mit erhöhtem Leidensdruck selbst bezahlte Leistungen in Anspruch nehmen, sollte Aufgrund der Vielzahl der Leistungen mit unterschiedlichem Behandlungserfolg eine ausführliche Aufklärung speziell zu Risiken und zur vorhandenen Evidenz stattfinden.

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103_2019_2986_MOESM1_ESM.pdf
Literatur
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