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25.09.2018 | Infektionen der Mundschleimhaut | Fortbildung | Ausgabe 10/2018

Der Freie Zahnarzt 10/2018

Weiße Mundschleimhauterkrankungen

DIFFERENZIALDIAGNOSTIK

Zeitschrift:
Der Freie Zahnarzt > Ausgabe 10/2018
Autor:
Prof. Dr. Andrea Maria Schmidt-Westhausen
zum Fragebogen im Kurs
Wichtige Hinweise
Weiße Mundschleimhauterkrankungen können harmlos sein oder aber potenzielle maligne Veränderungen darstellen. Bei der Inspektion der Mundhöhle sollte der Zahnarzt einem strengen Algorithmus folgen, der ihm die richtige und frühzeitige Interpretation von Auflagerungen, Epithelverdickungen oder Verhornungsanomalien ermöglicht.
Lebenslauf-- Frau Professor Schmidt-Westhausen studierte von 1976 bis 1982 Zahnmedizin an der Freien Universität Berlin. Im Jahr 1982 erfolgten das Staatsexamen und die Approbation, 1983 die Promotion. Im Jahr 1989 schloss sie die Weiterbildung zur Fachzahnärztin für Oralchirurgie ab; sie habilitierte und erhielt die Venia legendi für das Fach Oralchirurgie und Oralmedizin 2001. Die Berufung zur Universitätsprofessorin für das Fach Oralmedizin, zahnärztliche Röntgenologie und Chirurgie an die Charité-Universitätsmedizin Berlin erfolgte 2004. Seit 1993 ist Frau Professor Schmidt-Westhausen Mitglied des Prüfungsausschusses für die zahnärztliche Prüfung (Staatsexamen) für das Fach Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde sowie Oralchirurgie und seit 2003 Mitglied des Prüfungsausschusses für die Fachzahnarztanerkennung „Oralchirurgie“. Derzeit leitet sie die Abteilung für Oralmedizin, zahnärztliche Röntgenologie und Chirurgie am Charité-Centrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde. Ihre Schwerpunkte sind Oralmedizin, Mundschleimhauterkrankungen und orale Manifestationen systemischer Erkrankungen.
Einhaltung ethischer Richtlinien-- Interessenkonflikt. A.M. Schmidt-Westhausen gibt an, dass kein Interessenkonflikt besteht. Dieser Beitrag beinhaltet keine von der Autorin durchgeführten Studien an Menschen oder Tieren.

Zusammenfassung

Weiße Mundschleimhauterkrankungen können vielfältige Ursachen haben: Es kann sich um Auflagerungen, Nekrosen, (Hyper)-Keratosen und Verhornungsanomalien handeln. Hier spielt neben der sorgfältigen Anamnese die gewissenhafte und strukturierte Untersuchung der Mundhöhle eine wichtige Rolle. Unabhängig von dieser Einschätzung ist der Grundsatz, dass eine Biopsie erfolgen muss, wenn eine Veränderung nach eingehender differenzialdiagnostischer Evaluation innerhalb von zehn bis 14 Tagen keine Rückbildungstendenz aufweist. Diese kann in der Praxis oder durch Überweisung an Fachärzte oder Fachkliniken erfolgen. Wird die Bürstenzytologie („Bürstenbiopsie“) verwendet, ist die eingeschränkte Indikation zu beachten, da diese nur zur Kontrolle klinisch nichtmalignitätsverdächtiger Läsionen geeignet ist. Bei suspekten Läsionen ist die Biopsie der Goldstandard, diese sollte in der weiterbehandelnden Klinik bzw. beim Facharzt erfolgen.

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