Infektionen von Vulva, Vagina und Zervix
Teil 1: Vaginales Mikrobiom, Diagnostik und vulväre Infektionen
- 09.04.2026
- Infektionen der Vulva
- CME-Kurs
- CME-Punkte
- 3
- Für
- Ärzte
- Zertifizierende Institution
- Ärztekammer Nordrhein
- Zertifiziert bis
- 09.04.2027
- Anzahl Versuche
- 2
- Dies ist Ihre Lerneinheit
- Zum Artikel
Infektionen von Vulva, Vagina und Zervix sind in der täglichen gynäkologischen Praxis häufige Krankheitsbilder und können mit unspezifischen Symptomen, wie Juckreiz, Brennen und verändertem Fluor einhergehen. Die Diagnosestellung ist dabei aufgrund einer Vielzahl von Differenzialdiagnosen und häufig oligo- bis asymptomatischen Verläufen bei sexuell übertragbaren Infektionen erschwert. Das Nativpräparat stellt dabei ein wichtiges diagnostisches Mittel dar. Erreger der Zervizitis werden meist durch Nukleinsäureamplifikationstechnik (NAAT) identifiziert. Eine gezielte Diagnostik und Therapie ist zum Erhalt des vaginalen Mikrobioms, zur Risikoreduktion einer entzündlichen Beteiligung der Organe des oberen Genitaltraktes und zur Reduktion der mit neoplastischen Veränderungen einhergehenden Morbiditäten von besonderer Bedeutung. Ein ausbleibender Therapieerfolg bedarf folglich immer einer weiteren Abklärung. Im vorliegenden Beitrag (Teil 1) werden das gesunde vulvovaginale Milieu, wichtige Grundlagen der infektiologischen Diagnostik und die Infektionen der Vulva sowie die Vulvovaginalkandidose besprochen, in einem zweiten Beitrag (Teil 2) die Infektionen von Vagina und Zervix.
Nach Lektüre dieses Beitrags ...
- verstehen Sie die Bedeutung des vaginalen Mikrobioms zur Prävention von Infektionen.
- können Sie ein Nativpräparat herstellen und beurteilen.
- wissen Sie, wann eine Abstrichentnahme zur gezielten Erregerdiagnostik sinnvoll ist.
- erkennen Sie wichtige vulväre Infektionen und deren Differenzialdiagnosen sowie die angezeigte Therapie.
Diese Fortbildungseinheit mit 3 Punkten (Kategorie D) wurde von der Ärztekammer Nordrhein für das „Fortbildungszertifikat der Ärztekammer“ anerkannt und ist damit auch für andere Ärztekammern anerkennungsfähig. Anerkennung in Österreich: Für das Diplom-Fortbildungs-Programm (DFP) werden die von deutschen Landesärztekammern anerkannten Fortbildungspunkte aufgrund der Gleichwertigkeit im gleichen Umfang als DFP-Punkte anerkannt.