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Noroviren im Jahr 2026: Red Flags und Ausbruchsmanagement in der Akutversorgung

Auszug

Noroviren sind in den Wintermonaten ein Hochlasterreger für Notaufnahmen, Stationen und Pflegeeinrichtungen. Die Inkubationszeit ist mit 6–50 h kurz, die minimale Infektionsdosis mit 10–100 Viruspartikeln niedrig, die Viruskonzentration im Erbrochenen (104–107/ml) und Stuhl (105–1011/g) äußerst hoch [1]. Noroviren können ohne adäquate Desinfektionsmaßnahmen Tage bis Wochen auf Oberflächen und Textilien persistieren. Größere Ausbrüche führen häufig zu Bettensperrungen, Aufnahmestopps und Personalengpässen [2]. Die Einzelerkrankung ist oft unkompliziert – das Systemereignis ist es nicht. Für die Intensiv- und Notfallmedizin stehen daher 2 Ziele im Vordergrund: Organschutz beim Individuum und rasche Unterbrechung der Transmission im Kollektiv [1, 2]. Frühzeitige Standardpfade sind hier wirksamer als verspätete Eskalation. …
Titel
Noroviren im Jahr 2026: Red Flags und Ausbruchsmanagement in der Akutversorgung
Verfasst von
Prof. Dr. Christoph Lübbert
Priyanka Böttger
Henning Lemm
Michael Buerke
Publikationsdatum
13.02.2026
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