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09.11.2017 | Infektionen | CME-Kurs | Kurs

Perioperatives Management bei Gelenkeingriffen unter immunsuppressiver Therapie

Zeitschrift:
Zeitschrift für Rheumatologie | Ausgabe 9/2017
Autor:
Prof. Dr. K. Krüger
Für:
Ärzte
Zertifiziert bis:
10.11.2018
CME-Punkte:
3
Zertifizierende Institution:
Ärztekammer Nordrhein
Anzahl Versuche:
2
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Zusammenfassung

Mangels kontrollierter Studien herrscht bezüglich des perioperativen Umgangs mit Immunsuppressiva große Unsicherheit. Weitertherapie ohne Pause kann das postoperative Risiko für Infektionen und Wundheilungsstörungen erhöhen, zu langes Pausieren einen Schub der Grunderkrankung auslösen. Faktoren wie Aktivität der Grunderkrankung, Komorbiditäten, individuelle Infektanamnese und Art des Eingriffes modulieren das Risiko zusätzlich. Unter den verwendeten Substanzen sind Kortikoide dosisabhängig mit dem höchsten Infektionsrisiko behaftet, sie sollten in möglichst niedriger und perioperativ stabiler Dosis verwendet werden. Unter den konventionellen DMARDs („disease-modifying antirheumatic drugs“) ist nur Methotrexat gut untersucht, Therapiepause induziert hier höhere Risiken als -fortsetzung. Antimalariamittel und Sulfasalazin werden mangels Risiken fortgesetzt, Leflunomid jedoch bei größeren Eingriffen präoperativ ausgewaschen. Das Risiko der Biologika ist nach wie vor unklar, als Faustregel wird ein Absetzen 2 Halbwertszeiten vor Eingriff mit Wiederbeginn nach Wundheilung empfohlen.

Lernziele

Nach der Lektüre dieses Beitrages …

  • sind Sie mit den wichtigsten patientenbezogenen Faktoren vertraut, die das Operationsrisiko beeinflussen,
  • sind Sie darüber unterrichtet, wie perioperativ mit der laufenden Glukokortikoidtherapie umzugehen ist,
  • wissen Sie, welche Substanzen aus der Gruppe der konventionellen DMARDs („disease-modifying antirheumatic drugs“) perioperativ weitergegeben oder pausiert werden müssen,
  • erfahren Sie, dass – eher aus allgemeiner Vorsicht als aufgrund negativer Studienergebnisse – alle Biologikatherapien perioperativ unterbrochen werden,
  • ist Ihnen klar, dass alle diese Empfehlungen eher auf der Basis von Expertenerfahrung als aufgrund einer Evidenz aus Studien gegeben werden.

Zertifizierungsinformationen

Diese Fortbildungseinheit ist zertifiziert von der Ärztekammer Nordrhein gemäß Kategorie D und damit auch für andere Ärztekammern anerkennungsfähig. Es werden 3 Punkte vergeben. Gemäß Diplom-Fortbildungs-Programm (DFP) werden die auf CME.SpringerMedizin.de erworbenen Fortbildungspunkte von der Österreichischen Ärztekammer 1:1 als fachspezifische Fortbildung angerechnet (§26(3) DFP Richtlinie).

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