Zum Inhalt

Uterustransplantation – wo stehen wir heute?

Erschienen in:

Zusammenfassung

Innerhalb der letzten 10 Jahre hat sich die Uterustransplantation als effektive Methode entwickelt, um Frauen mit absoluter uteriner Infertilität zu einer Schwangerschaft zu verhelfen. Mehr als 70 Frauen wurden seit den ersten Erfolgen in Schweden weltweit transplantiert und mehr als 40 Kinder wurden seither mithilfe dieser Technik geboren. Während neue minimal-invasive Operationstechniken entwickelt wurden, um die Belastung für die Lebendspenderinnen so gering wie möglich zu halten, führen manche Zentren erste Studien an Post-mortem-Spenden von Multiorganspenderinnen durch. Durch die steigende Zahl an Gebärmuttertransplantationen sind mittlerweile typische Komplikationen und Schwangerschaftsverläufe bekannt und werden entsprechend in internationalen Registerdaten publiziert. Mit der international wachsenden Zahl an Uterustransplantationen wird die Frage der Finanzierung dieser kostenintensiven Behandlung immer größer. Gerade in Ländern, in denen die Leihmutterschaft als Therapiealternative verboten ist, plädieren Bioethiker dafür, die Uterustransplantation für betroffene Frauen mit uteriner Infertilität zu ermöglichen. Zusätzlich ergeben sich theoretische Anwendungsgebiete der Uterustransplantation im Bereich der Transgender-Medizin, welche zu einem zusätzlichen Kostenanstieg für das Gesundheitssystem führen könnten.
Titel
Uterustransplantation – wo stehen wir heute?
Verfasst von
PD DDr. Michael Feichtinger, MA, MBA, EFRM – ESHRE/EBCOG
Publikationsdatum
01.03.2024
Verlag
Springer Vienna
Erschienen in
Gynäkologie in der Praxis / Ausgabe 1/2024
Print ISSN: 3005-0758
Elektronische ISSN: 3005-0766
DOI
https://doi.org/10.1007/s41974-024-00299-w
Dieser Inhalt ist nur sichtbar, wenn du eingeloggt bist und die entsprechende Berechtigung hast.

Kompaktes Leitlinien-Wissen Innere Medizin (Link öffnet in neuem Fenster)

Mit medbee Pocketcards schnell und sicher entscheiden.
Leitlinien-Wissen kostenlos und immer griffbereit auf ihrem Desktop, Handy oder Tablet.

Neu im Fachgebiet Innere Medizin

Frühe HbA1c-Kontrolle zahlt sich aus

Wird der HbA1c-Wert bereits in den ersten 18 Monaten nach einer Diabetesdiagnose unter 6,5% gehalten, reduziert sich das Risiko für später auftretende mikro- und makrovaskuläre Komplikationen erheblich. Die kardiovaskuläre Sterberate wird sogar halbiert.

Lokalisiertes Melanom: Sechs Merkmale zeigen erhöhtes Rezidivrisiko

Nach Entfernung eines lokalisierten Melanoms hat in einer US-amerikanischen Kohorte ein nicht geringer Anteil der Betroffenen ein Rezidiv erlitten. Sechs Tumoreigenschaften waren mit einem erhöhten Risiko verknüpft.

Prävention des Chemotherapie-induzierten Hand-Fuß-Syndroms

Trotz der erheblichen Auswirkungen auf die Lebensqualität und möglicher Einschränkungen der Tumortherapie stehen bislang nur wenige wirksame Strategien zur Prävention des Hand-Fuß-Syndroms bei Krebspatientinnen und -patienten zur Verfügung. Eine Netzwerk-Metaanalyse hat nun mehrere vielversprechende Ansätze identifiziert.

Krebsrisiko nach assistierter Reproduktion weitgehend unverändert

Eine australische Studie hat die Krebsinzidenz bei Frauen nach medizinisch assistierter Reproduktion (MAR) untersucht. Insgesamt entspricht das Risiko dem der Allgemeinbevölkerung, einzelne Tumorarten treten jedoch häufiger oder seltener auf.

Update Innere Medizin

Bestellen Sie unseren Fach-Newsletter und bleiben Sie gut informiert.

Bildnachweise
Ärztin und Arzt während Operation/© Алексей Доненко / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodellen), Die Leitlinien für Ärztinnen und Ärzte, Bluttropfen auf Fingerspitze/© HENADZY / stock.adobe.com (Ausschnitt; Symbolbild mit Fotomodellen), Malignes Melanom/© Springer Medizin Verlag GmbH, Hormonelle Behandlung zur ovariellen Stimulation/© Suzi Media / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell)