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15.09.2021 | Influenzaviren | Pharmaforum | Ausgabe 9/2021

NeuroTransmitter 9/2021

MS und Impfen: Patienten unter Cladribin bilden protektive Antikörper

Zeitschrift:
NeuroTransmitter > Ausgabe 9/2021
Autor:
Ute Ayazpoor
Immunsuppressiv wirkende Therapien schließen bei MS-Patienten eine Vakzinierung mit Lebendimpfstoffen aus. Totimpfstoffe sind grundsätzlich geeignet und jederzeit möglich, können aber die Immunantwort beeinflussen. Hilfreich sind in Zeiten von COVID-19 aktuelle Daten, wonach MS-Patienten unter Cladribin-Therapie nach Impfung gegen saisonale Influenza und Varizella-Zoster protektive Antikörper bildeten. In der aktuellen Pandemiesituation seien die beim ACTRIMS-Forum 2021 vorgestellten Studiendaten eine wichtige Information für MS-Patienten respektive ihre behandelnden Ärzte gewesen, erklärte Prof. Dr. Ralf Gold, Neurologische Klinik, St. Josefs Spital, Ruhr-Universität Bochum: Nach ersten Ergebnissen der Clock-MS-Substudie wiesen MS-Patienten unter Cladribin-Therapie vier Wochen nach Impfung protektive Antikörper gegen Influenza auf. Zudem entwickelten MS-Patienten, die mit Cladribin-Tabletten (Mavenclad ®) behandelt wurden, laut einer aktuellen retrospektiven Analyse der MAGNIFY-MS-Studie eine Immunantwort auf die Impfung gegen Influenza- oder Varizella-Zoster-Viren. Das ergaben Untersuchungen von Blutproben, die jeweils vor und nach der Impfung entnommen wurden. Bei Patienten, die das Influenza-Vakzin erhielten, seien die protektiven Antikörper über mindestens sechs Monate erhalten geblieben oder hätten sich erhöht - und das unabhängig von der zum Zeitpunkt der Impfung im ersten oder zweiten Behandlungsjahr mit Cladribin-Tabletten bestimmten Lymphozytenzahl [Roy S et al., ACTRIMS 2021; P059], berichtete Gold. Bei Patienten, die vor Beginn der Cladribin-Therapie den Zoster-Impfstoff erhalten hatten, überschritten die Antikörpertiter über einen Zeitraum von sechs Monaten nach Beginn der Cadribin-Behandlung trotz Lymphozytendepletion die protektive Schwelle. ...

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