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07.02.2019 | Influenzaviren | Nachrichten

Neue RKI-Wochenzahlen

Grippewelle kommt ins Rollen

Über 9200 Influenza-Fälle sind dem RKI zuletzt binnen einer Woche gemeldet worden. 1700 Menschen mussten wegen der Grippe im Krankenhaus behandelt werden. Und es gibt schon das 49. Todesopfer.

Die ARE-Aktivität lag in der 5. Kalenderwoche (KW) in einem deutlich erhöhten Bereich. Insgesamt wurden in der vergangenen Woche 9205 Influenza-Infektionen an das Robert Koch-Institut (RKI) übermittelt. In 1701 Fällen (18 Prozent) waren die Patienten hospitalisiert.

Damit sind seit der 40. Meldewoche (MW) 2018 bisher 20.100 bestätigte Influenzafälle und 49 Todesfälle mit Influenzavirusinfektion an das RKI übermittelt worden.

Bei 45 der 49 Todesfälle gab es einen Influenza A-Nachweis (darunter einer mit Subtypangabe A(H1N1)pdm09), einen mit Influenza B-Nachweis und drei mit einem nicht nach Influenzatyp (A/B) differenzierten Influenzanachweis.

Der Anteil Influenza-positiver Proben war in der 5. KW 2019 in der Altersgruppe der 5- bis 14-Jährigen mit 58 Prozent am höchsten, gefolgt von der Altersgruppe der 2- bis 4-Jährigen. In den Altersgruppen der Erwachsenen (ab 15 Jahre) lag die Influenza-Positivenrate bei über 43 Prozent, meldet das RKI.

Europaweit sieht die Lage ähnlich aus: Von 45 Ländern und Regionen, die für die 4. KW Daten an das European Surveillance System TESSy meldeten, berichtete nur Kasachstan von einer Influenza-Aktivität unterhalb der nationalen Schwellenwerte.

In 22 Länder war die Influenza-Aktivität niedrig, in 16 Ländern, darunter Deutschland, wurde eine mittlere und in sechs Ländern eine hohe Influenza-Aktivität verzeichnet.

(eb/bae)

Quelle: Ärzte Zeitung

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