Bedeutung von Haut-Pricktests und Allergiediagnostik in Deutschland aus Sicht der Allergologen
- 29.07.2024
- Innere Medizin
- Original
- Verfasst von
- Prof. Dr. med. Ludger Klimek
- Prof. Dr. med. Wolfgang Wehrmann
- Prof. Dr. med. Randolf Brehler
- PD Dr. med. Sven Becker
- PD Dr. med. Mandy Cuevas
- Prof. Dr. med. Moritz Gröger
- Dr. med. Jan Hagemann
- Dr. Ingrid Casper
- Mathias Sulk
- Senne Gorris
- Sven F. Seys
- Erschienen in
- Allergo Journal | Ausgabe 5/2024
Zusammenfassung
Hintergrund: In den letzten Jahren wurden neue Technologien zur Standardisierung von Pricktests entwickelt und validiert. In der Zwischenzeit haben die Herausforderungen durch das Fehlen von Testallergenen und den Mangel an geschultem Personal zugenommen. Neuartige Technologien könnten diesen Herausforderungen entgegenwirken, aber ihre potenzielle Akzeptanz ist derzeit nicht bekannt. Die aktuelle Umfrage, die vom Ärzteverband Deutscher Allergologen (AeDA) durchgeführt wurde, hatte zum Ziel, die aktuelle Praxis der Allergiediagnostik in Deutschland zu evaluieren.
Methoden: Die Mitglieder des AeDA wurden gebeten, einen Online-Fragebogen auszufüllen, um Informationen über ihre Bewertung von Allergietests zu erhalten.
Ergebnisse: 150 praktisch tätige Allergologen aus verschiedenen Fachrichtungen füllten den Fragebogen aus. Die Umfrage ergab, dass doppelt so viele Haut-Pricktests (SPTs) (21,2 Tests/Woche) als spezifische Immunglobulin(Ig)-E-Antikörper-Tests (10,4 Tests/Woche) durchgeführt werden. Nasale Allergenprovokationstests werden in 56,0 % der Krankenhäuser und Arztpraxen durchgeführt. Ein individuelles Standard-Allergen-Panel für den SPT verwenden 78,0 % der Allergologen. Die Methoden zur Bewertung des SPT sind unterschiedlich, wobei die Messung des längsten Quaddeldurchmessers am häufigsten verwendet wird (68,0 %), gefolgt von einer qualitativen Bewertung (46,6 %) oder dem längsten Quaddeldurchmesser einschließlich Pseudopodien (34,4 %). 66 % der Allergologen gaben an, dass ein Gerät, das den SPT-Prozess automatisiert, für den Einsatz in der klinischen Praxis nützlich sein könnte.
Schlussfolgerung: SPTs und die Bestimmung allergenspezifischer IgE-Antikörper sind die Eckpfeiler der Diagnostik von Soforttypallergien. Bei der Durchführung von SPTs gibt es Unterschiede zwischen verschiedenen Krankenhäusern und Arztpraxen in Deutschland. Als besonders problematisch für die Aufrechterhaltung der Allergiediagnostik in Deutschland wird die abnehmende Verfügbarkeit von Testallergenen angesehen. Die Mehrheit der Allergologen ist offen für die Evaluation von Geräten, die zur Standardisierung von SPTs beitragen können.
Zitierweise: Klimek L, Wehrmann W, Brehler R, Becker S, Cuevas M, Gröger M, Hagemann J, Casper I, Sulk M, Gorris S, Seys SF. Physician's perspectives on skin prick testing and allergy diagnostics in Germany. Allergo J Int 2024;33: 159-64 https://doi.org/10.1007/s40629-024-00297-6
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- Titel
- Bedeutung von Haut-Pricktests und Allergiediagnostik in Deutschland aus Sicht der Allergologen
- Verfasst von
-
Prof. Dr. med. Ludger Klimek
Prof. Dr. med. Wolfgang Wehrmann
Prof. Dr. med. Randolf Brehler
PD Dr. med. Sven Becker
PD Dr. med. Mandy Cuevas
Prof. Dr. med. Moritz Gröger
Dr. med. Jan Hagemann
Dr. Ingrid Casper
Mathias Sulk
Senne Gorris
Sven F. Seys
- Publikationsdatum
- 29.07.2024
- Verlag
- Springer Medizin
- Schlagwörter
-
Innere Medizin
Allergologie in der HNO-Heilkunde
Allergien und Intoleranzreaktionen
Allergische Erkrankungen in der Hausarztpraxis - Erschienen in
-
Allergo Journal / Ausgabe 5/2024
Print ISSN: 0941-8849
Elektronische ISSN: 2195-6405 - DOI
- https://doi.org/10.1007/s15007-024-6319-9
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