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01.01.2012 | Leitthema | Ausgabe 1/2012

Der Onkologe 1/2012

Innovative interdisziplinäre Konzepte der Radioonkologie

Therapie des lokal fortgeschrittenen Zervixkarzinoms

Zeitschrift:
Der Onkologe > Ausgabe 1/2012
Autoren:
Prof. Dr. S. Marnitz, C. Köhler

Zusammenfassung

Die Klassifikation der Fédération Internationale de Gynécologie et d’Obstétrique (FIGO) hält weiterhin am klinischen Staging des Zervixkarzinoms fest. Zur Vermeidung von Unter- und Übertherapie sollten folgende Parameter vor Erstellung eines Behandlungskonzepts bekannt sein: der Befall pelviner Lymphknoten, der Befall paraaortaler Lymphknoten, die intraabdominelle Aussaat sowie die histologische Bestätigung von Infiltration in die Nachbarorgane. In der Primärbehandlung des Zervixkarzinoms stehen die radikale Operation für frühe Stadien und die kombinierte Radiochemotherapie für lokal fortgeschrittene Stadien zur Verfügung. Ergebnisse von mehreren prospektiv-randomisierten Studien definierten Ende der 90er Jahre des vorigen Jahrhunderts den Standard der Radiochemotherapie und lösten die alleinige Bestrahlung sowohl in der Primärtherapie als auch in der adjuvanten Therapie ab. Es existieren bisher keine Daten, dass die neoadjuvante Radiochemotherapie das Gesamtüberleben der Patientinnen im Vergleich zur Operation bzw. primären Radiochemotherapie verbessern kann. Eine standardmäßige sekundäre Hysterektomie nach lege artis durchgeführter Radiochemotherapie ist nicht indiziert und gefährdet potenziell die Patientin. Mögliche radiogene Nebenwirkungen manifestieren sich in Akutreaktionen, Spätnebenwirkungen und einem erhöhten Risiko für Sekundärmalignome.

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