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01.04.2021 | Onlineartikel

Innovativer Ansatz: personalisierte Therapie mit CAR-T-Zellen

Es gibt Tumoren, die Tumorantigene nur schwach exprimieren und so der Immunantwort entkommen können. Ein neuer Therapieansatz – die CAR-T-Zelltherapie – kann die eigenen Immunzellen des Patienten dazu befähigen, den Tumor wieder zu identifizieren. Lesen Sie, was Sie zur Therapie wissen sollten.

Immuntherapien: das Immunsystem gegen Krebs rüsten

Unser Immunsystem ist ständig damit beschäftigt, körperfremde oder entartete Zellen zu erkennen und zu bekämpfen. Doch manche Tumoren können der Immunüberwachung und -antwort entkommen: Sie exprimieren beispielsweise nur schwach Antigene auf ihrer Oberfläche oder regulieren antigenpräsentierende MHC-Moleküle im Rahmen der Immunevasion herunter [1,2].
Hier setzt die CAR-T-Zelltherapie als ein neues, innovatives Verfahren der Immuntherapie an.

Wie funktioniert die CAR-T-Zelltherapie?

Die Wirkung einer CAR-T-Zelltherapie beruht darauf, dass die CAR-T-Zellen bestimmte Antigene auf malignen Zellen erkennen und diese durch ihren zytotoxischen Effekt zerstören [3,4]. Dabei werden neben der Lyse antigenpositiver Tumorzellen auch weitere Immunzellen aktiviert; die Wirkung von CAR-T-Zellen hält zudem an, weil aus CAR-T-Zellen Gedächtnis-CAR-T-Zellen werden [5].

Herstellung von CAR-T-Zellen

Um die Tumorzellen wieder erkennen zu können, werden die T-Zellen des Patienten gentechnisch so verändert, dass sie einen Rezeptor für ein ausgewähltes Antigen exprimieren: den chimären Antigenrezeptor oder CAR [6]. Aus den T-Zellen des Patienten werden CAR-T-Zellen.

Mit dem CAR können die T-Zellen Tumorzellen, die das ausgewählte Antigen tragen, erkennen und zerstören. Zudem geht die genetische Modifikation mit einer Verstärkung des Angriffssignals innerhalb der CAR-T-Zellen einher. Daher kann die CAR-T-Zelltherapie ihre Wirksamkeit selbst bei schwach immunogenen Neoplasien mit herunterregulierter MHC-Expression entfalten [3,4]. Weitere Infos zu CAR-T-Zellen und dem molekularen Aufbau des CAR 

Komplexes Therapieverfahren

Das Besondere an der CAR-T-Zelltherapie ist, dass für jeden Patienten eine individuell zugeschnittene Behandlung bereitgestellt wird. Das Verfahren setzt sich aus einer Reihe von Schritten von der Apherese über die genetische Modifikation der T-Zellen bis hin zur Infusion der Zellen zusammen. Vor dem Start der CAR-T-Zelltherapie wird zunächst eine Leukozyten depletierende Chemotherapie durchgeführt, um die Expansion der CAR-T-Zellen zu unterstützen. Wie läuft eine solche Behandlung genau ab und für welche Neoplasien ist sie aktuell geeignet? Lesen Sie mehr.

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