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14.06.2016 | Insomnie | Übersichten | Ausgabe 3/2017

Monatsschrift Kinderheilkunde 3/2017

Schlafbezogenes Erziehungsverhalten und kindlicher Schlaf

Ein Überblick

Zeitschrift:
Monatsschrift Kinderheilkunde > Ausgabe 3/2017
Autoren:
Prof. Dr. A. A. Schlarb, MSc K. Achterberg, BSc S. Brocki, BSc A. Ziemann, Dr. A. Wiater, MSc F. Lollies
Wichtige Hinweise

Redaktion

B. Koletzko, München
T. Lücke, Bochum
E. Mayatepek, Düsseldorf
N. Wagner, Aachen
S. Wirth, Wuppertal
F. Zepp, Mainz

Zusammenfassung

Hintergrund

Schlafstörungen im Kindesalter sind weitverbreitet. Gründe hierfür werden viel untersucht und diskutiert. Es scheint, dass das Verhalten der Eltern einen besonderen Einfluss auf den Schlaf des Kindes hat.

Methode

In diesem Review werden Ergebnisse von Studien vorgestellt, welche sich mit genau diesem Zusammenhang beschäftigen. Mit Blick auf die Instrumente wurden die Daten der Familien vornehmlich mittels Selbsteinschätzung durch die Eltern erhoben. Das Alter der Kinder variierte zwischen null bis fünf Jahren.

Ergebnisse

Aus den Ergebnissen der ausgewählten 10 Publikationen geht hervor, dass Eltern durch die Anwendung von aktivem Beruhigen den Schlaf der Kinder deutlich beeinträchtigen können und die Qualität des Schlafes gefährden. Es wird angenommen, dass durch zu schnelles aktives Eingreifen der Eltern bei Einschlafproblemen oder nächtlichem Erwachen dem Kind die Möglichkeit genommen wird, eigene Beruhigungsstrategien zu entwickeln. Im Gegensatz haben autonomiefördernde Strategien, emotionale Verfügbarkeit und Abendrituale beim Zubettgehen das Potenzial, Schlafproblemen des Kindes entgegenzuwirken und zu einer verbesserten Schlafqualität beizutragen.

Schlussfolgerung

Schlafbezogene Erziehungsstrategien stellen einen Teil eines komplexen Systems dar, in dem noch weitere Faktoren Einfluss auf den kindlichen Schlaf haben.

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