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Chancen und Barrieren des IPReG für die außerklinische Intensivpflege

Eine explorative Interviewstudie mit Kostenträgern und gesundheitspolitischen Akteuren im Rahmen der „PRiVENT“-Studie

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Zusammenfassung

Hintergrund

Die Anzahl Langzeitbeatmeter in der außerklinischen Intensivpflege (AKI) in Deutschland hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Aufgrund finanzieller Fehlanreize, struktureller Versorgungsdefizite und Ressourcenengpässe besteht zunehmend die Gefahr einer Fehlversorgung. Im Jahr 2020 wurde deshalb vom Gesetzgeber das Intensivpflege- und Rehabilitationsstärkungsgesetz (IPReG) verabschiedet, mit dem Ziel, die AKI zu verbessern. Die vorliegende Studie untersucht die Chancen und Herausforderungen des IPReG in Bezug auf die Versorgung von Langzeitbeatmeten in der AKI aus der Perspektive von Kostenträgerschaft und Gesundheitspolitik.

Material und Methoden

Im Rahmen der Prozessevaluation der multizentrischen Studie PRiVENT (Prävention invasiver Ventilation) wurde eine qualitative Interviewstudie durchgeführt. Mittels semistrukturierter, leitfadengestützter Einzelinterviews wurden 11 gesundheitspolitische Akteur:innen und 12 Vertreter:innen der gesetzlichen Krankenversicherungen zum IPReG befragt.

Ergebnisse

Beide Interviewgruppen äußerten sich positiv zum IPReG und erwarteten einen Mehrwert für die Versorgung von Langzeitbeatmeten. Als zentrale Herausforderungen wurden die sektorenübergreifende Zusammenarbeit sowie die Umsetzbarkeit der Maßnahmen, insbesondere die Durchführung der Potenzialerhebung in der AKI, genannt. Kritik wurde unter anderem an den aktuellen Vergütungsregelungen für Weaning und der Potenzialerhebung geäußert.

Diskussion

Das IPReG bietet eine gesetzliche Grundlage für die Verbesserung der AKI, ist in seiner aktuellen Fassung allerdings noch ausbaufähig. Die vom Gesetzgeber geplante Evaluation sollte dazu genutzt werden, potenzielle Schwächen zu identifizieren und entsprechende Anpassungen vorzunehmen.
Titel
Chancen und Barrieren des IPReG für die außerklinische Intensivpflege
Eine explorative Interviewstudie mit Kostenträgern und gesundheitspolitischen Akteuren im Rahmen der „PRiVENT“-Studie
Verfasst von
Elena Biehler, M.Sc.
Thomas Fleischhauer
Gerhard E. Fuchs
Johanna Forstner
Aline Weis
Selina von Schumann
Julia D. Michels-Zetsche
Franziska C. Trudzinski
Felix J. F. Herth
Joachim Szecsenyi
Michel Wensing
Publikationsdatum
10.02.2025
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Medizinische Klinik - Intensivmedizin und Notfallmedizin / Ausgabe 1/2026
Print ISSN: 2193-6218
Elektronische ISSN: 2193-6226
DOI
https://doi.org/10.1007/s00063-025-01247-y
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