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Geht es nach einer aktuellen Metaanalyse, ist die kurzzeitige Verabreichung von niedrigdosierten systemischen Kortikosteroiden bei schweren Nicht-COVID-19-Pneumonien bzw. ARDS mit Blick auf das Überleben eher vorteilhaft. Die Sicherheit der Evidenz ist allerdings ausbaufähig.
Ein Patient entwickelt unter Gabapentin ein Beinödem – und bekommt deshalb ein Schleifendiuretikum verschrieben. Welche Folgen diese offenbar häufig anzutreffende Verschreibungskaskade haben kann, gerade bei Senioren, legt ein US-Team dar. Das Studiendesign gibt allerdings Anlass zur Kritik.
Eine Metaanalyse aus fünf Studien zeigt: Die Einnahme von Protonenpumpenhemmern (PPI) bei neu diagnostiziertem Glioblastom ist mit einem schlechteren Überleben assoziiert – allerdings nicht bei allen PPI.
In einer Analyse von US-amerikanischen Patientenakten fand sich bei Personen mit Diabetes Typ 2 ein Zusammenhang von chronischem Husten und der Behandlung mit GLP-1-Rezeptor-Agonisten, nicht aber mit anderen Antidiabetika. Die absoluten Effekte waren aber eher klein – und die genaue Ursache ist noch unklar.
Die jetzt beim amerikanischen Rheumatologiekongress vorgestellte neue Therapieleitlinie zum extrarenalen systemischen Lupus erythematodes gibt auch konkrete organspezifische Empfehlungen.
Das American College of Gastroenterology hat seine Leitlinien zu Morbus Crohn und Colitis ulcerosa überarbeitet. In der Therapie gibt es einige Neuerungen.
Bei immunsupprimierten Patientinnen und Patienten mit Nasentamponade nach anteriorer Epistaxis konnte durch eine prophylaktische Antibiotikagabe keine Reduktion klinisch relevanter Infektionen erzielt werden. Die Rate unerwünschter Arzneimittelwirkungen lag hingegen deutlich über der Infektionsrate.
Von der nephroprotektiven Wirkung der SGLT2-Inhibitoren profitieren offenbar auch Menschen mit bereits weit fortgeschrittener chronischer Nierenerkrankung.
Moderne antiretrovirale Therapien haben ein geringes Risiko für Arzneimittelinteraktionen – dennoch gibt es Substanzen, bei denen man vorsichtig sein sollte. Auch tun sich neue Optionen am Horizont auf.
Reichen Bewegung und andere nicht-pharmakologische Therapien bei Gonarthrose nicht aus, werden Medikamente nötig. Die neue Leitlinie zeigt, welche Wirkstoffe empfohlen werden, wo Risiken bestehen und wann Injektionen oder sogar eine Radiosynoviorthese infrage kommen.
Nach zwei antibiotischen Behandlungen mit einem Fluorchinolon litt ein 69-Jähriger sieben Jahre lang unter extremen Schmerzen in beiden Achillessehnen. Nichts half, bis ein Klinikteam auf die Idee kam, es mit einer speziellen Kombinationsbehandlung zu versuchen.
Hodenkrebs gilt selbst in fortgeschrittenen Stadien als sehr gut behandelbare Tumorentität. Doch das ist offenbar nur die halbe Geschichte, wie eine Studie aus Japan zeigt.
Die akute Appendizitis ist eine der häufigsten abdominellen Notfälle, aber 80 Prozent der Verläufe sind unkompliziert. Beim Kongress Viszeralmedizin 2025 gab es einen Pro- und einen Kontra-Vortrag zur konservativen versus chirurgischen Therapie.
Quälende Migräneattacken, die auf eine Standardtherapie nicht ausreichend ansprechen, sind möglicherweise ein Einsatzgebiet für „offene“ Placebos. In einer Studie an zwei deutschen Zentren war deren prophylaktische Einnahme zwar nicht mit weniger Kopfschmerztagen, wohl aber mit einer subjektiven Besserung assoziiert.
Welche Effekte die SGLT2-Hemmung auf die Nieren von Patienten mit langsam fortschreitender chronischer Nierenerkrankung und von solchen mit hohem Risiko für einen starken akuten Abfall der glomerulären Filtration hat, ist unklar. Eine Forschungsgruppe hat nachgesehen.
Einem US-Team zufolge sollte man bei älteren Menschen die Situation nach einem Sturz zum Anlass nehmen, ein mögliches Absetzen antithrombotisch wirksamer Medikamente – vor allem ASS – zu überprüfen.
Glukokortikoide sind seit Jahrzehnten ein fester Bestandteil der Behandlung der ANCA-assoziierten Vaskulitis (AAV). Ihre Wirksamkeit ist jedoch begrenzt, während die Nebenwirkungen – wie Infektionen, Osteoporose oder kardiovaskuläre Risiken – erheblich sein können.
Bei Patientinnen und Patienten mit chronischer Nierenerkrankung (CKD) sind erhöhte Harnsäurewerte häufig – und oft ist unklar, wann eine Senkung angezeigt ist. Soll erst nach einem Gichtanfall behandelt werden oder schon vorbeugend?
Für die Schlaganfallsekundärprävention bei Vorhofflimmern plus Atherosklerose genügt in der Regel eine orale Antikoagulation. Eine zusätzliche Thrombozytenhemmung erhöht einer Studie zufolge das Blutungsrisiko, ohne den klinischen Nutzen zu vergrößern.
Vor einer nichtkardialen Op. stellt sich die Frage, ob man eine bestehende Therapie mit ACE-Hemmern oder AT1-Blockern kurzfristig unterbrechen soll. Einem US-Team zufolge zeichnet sich anhand der aktuellen Datenlage ein Trend zum Beibehalten der Medikamente ab.
Immer noch kommt es vor, dass Ärztinnen und Ärzte ihre Glukokortikoid-Verordnungen auf eine morgendliche und eine abendliche Dosis aufteilen. Das macht selten Sinn und wird mitunter gefährlich.
Das Bewusstsein für die Gefahren, die anhaltende Hitze mit sich bringt, steigt in der Gesellschaft. Während eine Studie mehr Abrechnungen in der Hausarztpraxis bei höheren Temperaturen verzeichnet, weist eine andere darauf hin, dass viele Patienten trotz Beschwerden zögerlich sind, sich von sich aus bei ihren Hausärzten zu melden.
In einem Positionspapier haben internationale Expertinnen und Experten den Wissensstand zur persistierenden Chemotherapie-induzierten Alopezie (pCIA) zusammengefasst und Empfehlungen formuliert. Mit einer Therapie sollte demnach möglichst früh begonnen werden.
Die Medikation ist für bestimmte Patientengruppen eine Herausforderung. Wie sich Hausärztinnen und Hausärzte über die Sicherheit der Arzneimittel für diese Gruppen informieren können, wurde im Symposium „Doctor’s little helpers“ auf dem DEGAM deutlich.
Selbst wenn Kinder nur drei Tage lang ein systemisches Kortikosteroid erhalten, kann die Therapie von typischen unerwünschten Wirkungen begleitet werden. Einer systemischen Übersicht zufolge sind sie aber, wenn überhaupt, äußerst selten schwerwiegend.
Fortgeschrittene Therapien bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) werden zu etwa 80 Prozent fünf Jahre lang eingenommen. Dies geht aus einem Langzeitvergleich des Kompetenznetzes Darmerkrankungen hervor.
Abwarten, Antibiose oder Operation – die Entscheidung ist nicht immer einfach bei Divertikelkrankheit und Divertikulitis. Was Internisten und Chirurginnen gemeinsam empfehlen.
Für Patienten mit Steatohepatitis und Leberfibrose erwarten Gastroenterologen in den kommenden Jahren eine Reihe neuer Wirkstoffe. Diese sollen sowohl die Fibrose zurückdrängen als auch die chronische Entzündung abklingen lassen.
Die Auswahl an Optionen zur Therapieeskalation bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wird immer größer. Woran sich dabei Gastroenterologen orientieren, hat eine Umfrage in fünf europäischen Ländern ergeben.
Bei der Lupusnephritis zeichnet sich immer mehr der Nutzen einer frühzeitigen intensiven Behandlung ab. Dr. Johanna Mucke, Herne, präsentierte die aktuellen Empfehlungen der EULAR und verwies auf Studien zur präventiven immunmodulatorischen Therapie.
Frauen mit Kinderwunsch sollten Glucagon-like-Peptid-1-Rezeptoragonisten (GLP-1-RA) bei Typ-2-Diabetes oder Adipositas nicht einnehmen. Doch wie konsequent wird diese Empfehlung befolgt? Eine australische Studie liefert Antworten.
"Ich liebe Penicillin", sagt die Infektiologin PD Dr. Dr. Katja de With. Manche Antibiotika wie Penicillin würden in Deutschland zu wenig genutzt, andere dann wieder ohne gute Begründung eingesetzt. Die Expertin spricht in dieser Folge über Wirkmechanismen, den etwas unpassenden Ausdruck "Breitbandantibiotika" und gibt Tipps, wie Antibiotika so wirksam und toxizitätsarm wie möglich eingesetzt werden können.
Sowohl potenziell unangemessene Medikationen als auch das Unterlassen medizinisch indizierter Verordnungen kommen bei älteren Menschen häufig vor – und erhöhen das Risiko einer vorzeitigen Gesamtmortalität deutlich. Eine israelische Studie hat nun genauer untersucht, welche Patientengruppen besonders gefährdet sind.
Erkranken Schwangere an Krebs, haben Erkrankung und Therapie geringe bis keine direkten Auswirkungen auf die Entwicklung des Nachwuchses. Dafür spricht eine Analyse von 166 Kindern in einem Alter von 12 und 15 Jahren.
Kann man zur Prophylaxe von CINV (Zytostatika-induzierte Übelkeit und Erbrechen) im Fall einer hochemetogenen Chemotherapie auf das Kortikosteroid verzichten? Eine randomisierte Studie aus China scheint dies nahezulegen. Die Ergebnisse lassen sich allerdings nur bedingt übertragen.
Morbus-Basedow-Patienten haben nach dem Beenden einer thyreostatischen Therapie ein hohes Rezidivrisiko. Dieses Risiko kann wahrscheinlich reduziert werden, indem die finale Erhaltungsdosis möglichst niedrig gewählt wird.
BreCADD wird seit 2023 als Erstlinienstandard für Personen mit neu diagnostiziertem fortgeschrittenem Hodgkin-Lymphom empfohlen. Erstmals vollpublizierte Daten zeigen nun: Auch mit Blick auf reproduktionsmedizinische Endpunkte hat das Regime die Nase vorn.
Eine Erstlinientherapie mit Methotrexat ist gegen eine Lungensarkoidose ähnlich gut wirksam wie die Standardbehandlung mit Prednison, verursacht aber keine Gewichtsprobleme und Insomnie. Darauf deuten Ergebnisse einer offenen randomisierten Studie.
Beim leitliniengerechten Umgang mit Opioiden scheitern Hausärzte und -ärztinnen in Deutschland offenbar reihenweise. Eine Umfrage der Uni Heidelberg zeigt, wo die Defizite liegen.
Anticholinerge Substanzen könnten bei älteren Menschen zu einem schnelleren Abbau der körperlichen Leistungsfähigkeit führen. Darauf deuten zumindest Assoziationsdaten aus einer US-Längsschnittstudie hin.
Eine Analyse der Women’s Health Initiative (WHI) legt nahe, dass Protonenpumpenhemmer (PPI) die Blutdruckregulation beeinträchtigen könnten. Denn die Einnahme von PPI bei Frauen nach der Menopause ging mit einem erhöhten Risiko für Hypertonie einher.
Bei Zirrhosepatienten mit portaler Hypertension senkt Carvedilol das Risiko einer Dekompensation offenbar deutlich besser als klassische nichtselektive Betablocker. Von der Therapie profitieren möglicherweise auch bereits dekompensierte Patienten.
"Schaff ich es wieder auf die Beine? Lande ich im Pflegeheim?" Mortalität und Risiken für bleibende Einschränkungen steigen nach einer Fraktur im Alter dramatisch an. Gemeinsam können Orthopädie, Geriatrie und Anästhesie hier viel leisten, um die Lebensqualität hoch und die Komplikationsrate gering zu halten. Prof. Dr. Markus Gosch erklärt, worauf es hier ankommt.
Mit einer Kombination aus dem nichtsteroidalen Aldosteronantagonisten Finerenon und dem SGLT-2-Inhibitor Empagliflozin lässt sich eine Albuminurie bei Menschen mit Typ-2-Diabetes und chronischer Nierenerkrankung schneller und stärker zurückdrängen als mit den Einzeltherapien.
Frauen im gebärfähigen Alter, die GLP-1-Rezeptor-Agonisten verwenden, wird zur sicheren Kontrazeption geraten. Die empfängnisverhütende Wirkung oraler Kontrazeptiva kann unter Inkretinmimetika jedoch reduziert sein, auch wenn es offenbar substanzspezifische Unterschiede gibt.
Die Therapie des Morbus Crohn richtet sich nach dem Schweregrad der Erkrankung. Wie man diesen im ärztlichen Alltag feststellt, welche Therapie-Optionen es bei einem schweren Schub gibt und welche Rolle Lebensstilfaktoren und Genetik bei der Entstehung und Entwicklung eines M. Crohn spielen – darüber haben wir mit Prof. Andreas Stallmach, einem der Koordinatoren der S3-Leitlinie zu Morbus Crohn, gesprochen.
Die inzwischen große Vielfalt an Therapieoptionen bei der Psoriasis-Arthritis ist grundsätzlich zu begrüßen, stellt Behandelnde im Hinblick auf die Therapiestrategie aber auch vor Herausforderungen. Was rät eine renommierte Expertin?
Die plötzliche Wärme, der Harndrang, der metallische Geschmack im Mund – solche Phänomene nach intravenöser Gabe eines iodhaltiges Kontrastmittels sind häufig. Ein Radiologietechnologe aus Italien erklärt, wie sie zustande kommen.
Bei der Behandlung eines plötzlichen sensorineuralen Hörverlusts mit systemischen Steroiden sollte auf Nebenwirkungen wie Hyperglykämie und Bluthochdruck geachtet werden. Gerade Vorerkrankte mit Diabetes und/oder Hypertonie könnten von einer intratympanischen Lokaltherapie profitieren, allerdings hat auch diese ihre Risiken.
Mit ihrer klinischen Heterogenität stellt die rheumatoide Arthritis hohe Anforderungen an die Therapieentscheidung – insbesondere, wenn Methotrexat allein nicht ausreicht, Biologika aber noch nicht infrage kommen. Wie effektiv alternative basistherapeutische Strategien sind, wurde beim EULAR-Kongress 2025 diskutiert.
Ein weiteres Antidiabetikum zeigt Erfolge gegen eine metabolische Steatohepatitis: Bei rund der Hälfte kommt es unter dem SGLT2-Hemmer Dapagliflozin zu einer Verbesserung, etwa ein Viertel erzielt eine Remission. Darauf weisen die Resultate einer placebokontrollierten Studie.
Für den Nierenschutz von Herzinsuffizienzpatienten könnten sich ACE-Hemmer besser eignen als Sartane: In einer großen Analyse unter US-Veteranen war die Rate an terminalem Nierenversagen unter Sartanen um rund 20% höher als unter ACE-Hemmern.
Zu den bewährten Behandlungsansätzen einer oralen Mukositis zählen eine sorgfältige Mundhygiene, eine konsequente Schmerztherapie sowie antiseptische und entzündungshemmende Maßnahmen. Ein interdisziplinäres Ärzteteam aus den USA hat die aktuellen Empfehlungen in einem Review zusammengefasst.
Der PARP-Inhibitor Rucaparib scheint den zirkadianen Rhythmus von Patientinnen mit fortgeschrittenem Ovarialkarzinom zu beeinflussen. Wie eine deutsche Studie zeigt, geht eine gestörte zirkadiane Rhythmik mit einer erhöhten Häufigkeit und Schwere therapieassoziierter Nebenwirkungen einher.
Langzeitergebnisse der kleinen IMPemBra-Studie sprechen dafür, dass es sich beim fortgeschrittenen BRAF-mutierten Melanom eventuell lohnen könnte, eine kurzfristige, zusätzliche zielgerichtete Therapie zur Checkpointblockade zu ergänzen. Die eigentliche Bewährungsprobe steht indes noch aus.
Ein kurz wirksames Betamimetikum (SABA) zur Asthmabedarfstherapie sollte besser mit einem inhalativen Kortikosteroid (ICS) kombiniert werden: Selbst bei leichteren Asthmaformen sinkt dadurch das Risiko für schwere Exazerbationen.
Semaglutid bringt eine metabolische Steatohepatitis bei rund zwei Dritteln der Betroffenen in Remission. Ein Drittel zeigt zudem eine geringere Fibrose. Darauf weisen Ergebnisse einer Placebo-kontrollierten Phase-3-Studie.
Viele Menschen mit einer diagnostizierten Penicillin- oder Cephalosporin-Allergie sind gar nicht gegen diese Antibiotika allergisch. Wie können sie aufgespürt werden? Tipps zum richtigen Vorgehen hat eine Allergologin beim DGIM-Kongress gegeben.
Der Fall einer 50-jährigen Patientin zeigt, dass eine Urindiagnostik in unklaren Fällen grundlegend ist, auch wenn die Symptome auf etwas ganz anderes hinzudeuten scheinen.
Auch wenn eine SGLT2-Hemmer-Behandlung wegen einer anstehenden Operation unterbrochen wird, ist postoperativ noch ein erhöhtes Risiko einer euglykämischen Ketoazidose zu berücksichtigen. Andere Risiken fallen dafür geringer aus als ohne Gliflozintherapie.
Wie gut inhalative Kortikosteroide bei allergischem Asthma wirken, hängt womöglich auch von der Tageszeit ab, zu der sie appliziert werden. Besonders vorteilhaft könnte die Inhalation am Nachmittag sein.
Arzneimittel für Patienten mit Mukoviszidose oder pulmonaler arterieller Hypertonie wirken offenbar nicht nur auf die Lunge. Was es in der Praxis zu beachten gilt, wurde beim Pneumologie-Kongress erläutert.
Sowohl zu den beiden zugelassenen Therapien für die idiopathische pulmonale Fibrose als auch zu Substanzen, die sich noch in der klinischen Prüfung befinden, gibt es neue Erkenntnisse. Auf dem Pneumologie-Kongress wurden die aktuellsten Daten präsentiert.
Bei akuten Rückenschmerzen können Muskelrelaxanzien, eventuell in Kombination mit NSAR, zur Schmerzlinderung beitragen. Wegen der Nebenwirkungen wird jedoch empfohlen, die Medikamente nur über wenige Tage einzusetzen.
Die Frage, ob eine latente Hypothyreose bei älteren Menschen ab 65 Jahren behandlungsbedürftig ist, bleibt umstritten. Die Autoren einer aktuellen Übersichtsarbeit plädieren gegen eine routinemäßige Substitutionstherapie und empfehlen stattdessen einen zurückhaltenden, beobachtenden Ansatz.
Patienten mit chronischen Lebererkrankungen, die unter einer Therapie mit Statinen stehen, entwickeln seltener hepatozelluläre Karzinome. Auch das Risiko für eine Leberdekompensation sinkt, wie eine Studie zeigt.
Natrium-Glukose-Cotransporter-2(SGLT2)-Inhibitoren wurden ursprünglich zur Senkung des Blutzuckerspiegels entwickelt. Inzwischen sind jedoch auch positive Effekte auf Nieren- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen belegt. Eine aktuelle israelische Studie zeigt nun zudem eine geringere Anämiehäufigkeit unter Patienten, die mit diesen Wirkstoffen behandelt wurden.
Protonenpumpenhemmer führen bei eosinophiler Ösophagitis nur in etwa jedem zweiten Fall zu einer klinischen bzw. histologischen Remission, so das Ergebnis einer Metaanalyse. Verbessern lässt sich die Quote möglicherweise mit einer Dosisverdopplung und der Aufteilung der Tagesdosis.
Zu glauben, zur Basistherapie der rheumatoiden Arthritis (RA) mit Methotrexat und Glukokortikoiden sei bereits alles gesagt, hat sich beim diesjährigen Rheuma-Update-Seminar wieder einmal als falsch erwiesen. Sogar eine in der Praxis „viel geübte Strategie“ wurde hinterfragt.
Beginnen Diabetiker eine Behandlung mit Betablockern, verdoppelt sich in den ersten Wochen fast das Hypoglykämie-Risiko, normalisiert sich mit der Zeit aber wieder. Besondere Vorsicht ist unter einer Therapie mit nichtselektiven Wirkstoffen geboten.
Wie relevant Wechselwirkungen zwischen hormonellen Kontrazeptiva und Psychopharmaka sein können, schilderte Dr. med. Dominik Dabbert beim diesjährigen FOKO. Worauf kommt es in der Praxis an und wie können gefährliche Wechselwirkungen vermieden werden?
Wenn ältere Menschen mit Vorhofflimmern unter oraler Antikoagulation eine Blutung erleiden, sollte die nicht vorschnell als iatrogene Komplikation eingeordnet werden: Die Blutung kann das erste Zeichen einer Krebserkrankung sein.
Viele neue Medikamente für Crohn- und Colitis-Patientinnen und Patienten sind in den Entwicklungs-Pipelines. Aber einiges ließe sich auch erreichen, wenn die Möglichkeiten der existierenden Medikamente besser genutzt würden.
Eine aktuelle Registeranalyse gibt Entwarnung: TNF-Blocker verkürzen nicht das Leben von Menschen mit Darm-, Lungen- oder Prostatatumoren im Frühstadium. Sowohl beim Gesamtüberleben als auch beim krebsspezifischen Überleben zeigen sich eher Vor- als Nachteile.
Beobachtungen an Krebspatienten mit aktinischer Keratose und einem hohen Risiko für Keratinozytenkarzinome legen präventive Effekte einer systemischen Checkpointinhibitor-Therapie nahe. Das Nebenwirkungsprofil schließt eine breite Anwendung jedoch eher aus.
In einer internationalen Studie führte die zusätzliche Gabe von Obinutuzumab zur Standardtherapie bei fast der Hälfte der Patientinnen und Patienten mit Lupus-Nephritis zu einem vollständigen Ansprechen der Nieren und war damit wirksamer als die Standardtherapie allein.
Eine aufwendige Re-Analyse von randomisierten kontrollierten klinischen Studien liefert Hinweise darauf, wer – und wer eher nicht – bei einer ambulant erworbenen Pneumonie (CAP) von Glukokortikoiden profitieren könnte. Entscheidend ist demnach der Entzündungsmarker CRP.
Nach einem ischämischen Schlaganfall in Zusammenhang mit Vorhofflimmern scheint ein früher Beginn der Antikoagulation von Vorteil zu sein. Der klinische Nettonutzen ist offenbar größer als bei einem späteren Beginn. Das geht aus einer Post-hoc-Analyse der ELAN-Studie hervor.
Eine randomisierte, doppelblinde Studie aus Frankreich hat gezeigt, dass Baricitinib, ein Janus-Kinase-1/2-Inhibitor, eine effektive Behandlungsoption für Patientinnen und Patienten mit Polymyalgia rheumatica (PMR) darstellen könnte.
Auch niedrig dosierte Glukokortikoide zur Behandlung einer primären Glomerulopathie lassen offenbar die Infektionsgefahr steigen. In einer US-Studie hing das Risiko vor allem mit der kombinierten Anwendung von Immunsuppressiva zusammen.
Wenn Gichtkranke in den ersten Monaten einer harnsäuresenkenden Therapie eine Anfallsprophylaxe mit Colchicin erhalten, könnten sie davon doppelt profitieren: Ihr Risiko für kardiovaskuläre Komplikationen scheint ebenfalls gesenkt zu werden.
Aus Angst vor Blutungen wird Patienten mit Vorhofflimmern nicht selten ASS anstelle einer Antikoagulation verordnet. Ob im Hinblick auf intrakranielle Blutungen ASS mehr Sicherheit als direkte orale Antikoagulanzien bietet, zeigt eine Metaanalyse.
Werden zur Behandlung einer eosinophilen Ösophagitis Protonenpumpeninhibitoren (PPI) gewählt, ist es offenbar sinnvoll, die Gesamtdosis auf zweimal täglich aufzuteilen: Damit ist der Effekt deutlich größer als bei einmal täglicher Verabreichung.
Frauen mit frühem triple-negativem Mammakarzinom (TNBC) profitieren in puncto Gesamtüberleben (OS) von einer zur Chemotherapie ergänzten Immuncheckpointblockade, wie die finale OS-Analyse der KEYNOTE-522-Studie zeigt. Gleichzeitig bleiben viele Fragen offen.
Parästhesien, Tremor, Kampfanfälle – das Immunsuppressivum Tacrolimus kann diverse neurotoxische Reaktionen hervorrufen, in seltenen Fällen auch einen Parkinsonismus: Bei einem jungen Mann tritt das Problem fünf Monate nach einer Herztransplantation auf.
Eine retrospektive Analyse von Daten aus der US-Veteranen-Versorgung spricht dafür, dass eine auf Normalstationen erfolgende „Bedarfs-Blutdrucksenkung“ bei asymptomatischen Betroffenen Risiken bergen kann – etwa für die Niere.
Iptacopan, das sich gegen den Faktor B der alternativen Komplement-Reaktionskaskade richtet, und Atrasentan, ein selektiver Antagonist des Endothelin-Typ-A-Rezeptors, vermindern die Proteinurie von Patienten mit IgA-Nephropathie, wie zwei Phase-3-Studien zeigen.
Für die Behandlung einer chronischen Hyponatriämie wurden Korrekturobergrenzen definiert, um das Risiko eines osmotischen Demyelisierungssyndroms zu minimieren. In einer aktuellen Metaanalyse korrelierte der Ausgleich mit niedrigeren Raten jedoch mit einer höheren Mortalität.
Eine eingeschränkte Nierenfunktion ist bei Gichtpatienten offenbar kein Hinderungsgrund für eine konsequente harnsäuresenkende Therapie. Das legen die Ergebnisse einer Kohortenstudie mit fast 15.000 Teilnehmenden nahe.
Womit und wie lange sollte der akute Gichtanfall behandelt werden? Wann sind Harnsäuresenker indiziert? Was beinhaltet die Treat-to-Target-Strategie? Antworten auf diese Fragen gibt die kürzlich publizierte S3-Leitlinie.
Tenecteplase wird sich auch in Deutschland in der Schlaganfall-Lyse zunehmend gegen Alteplase durchsetzen. Davon sind Ärzte auf dem DGN-Kongress überzeugt. Für das neuere Lysemittel sprechen die einfache Bolusgabe sowie die tendenziell bessere Wirksamkeit.
Die neue DVO-Leitlinie 2023 zur Osteoporosetherapie bringt wichtige Änderungen, die die Therapieentscheidung erleichtern sollen. Die Osteoporose-App des BVOU, hilft bei der praktischen Umsetzung.
Die brusterhaltende Operation hat in bestimmten Stadien des Mammakarzinoms gegenüber der Mastektomie Vorteile. Und auch in der systemischen Therapie gibt es neue Entwicklungen, die auf dem diesjährigen DGGG-Kongress in Berlin vorgestellt wurden.
Tenecteplase ist im klassischen Lysezeitfenster bei ischämischem Schlaganfall ähnlich gut wirksam und verträglich wie Alteplase. Das bestätigen die ATTEST-2-Studie sowie eine aktuelle Metaanalyse. Die Applikation ist aber einfacher. Experten sehen Tenecteplase daher als neuen Standard.
Eine Behandlung mit TNF-alpha-Blockern geht mit einem erhöhten Risiko für entzündliche ZNS-Erkrankungen einher. Dafür spricht eine aktuelle Analyse mit Angaben zu über einer Million Personen.
Die Behandlung der endokrinen Orbitopathie, insbesondere von Proptosis und Diplopie, bietet verschiedene therapeutische Ansätze. Eine aktuelle Studie hebt hervor, dass die Dauer der Erkrankung – ob kürzer oder länger als sechs Monate – dabei eine zentrale Rolle spielt.
Die Leitlinien zu Morbus Crohn und Colitis ulcerosa geben keine Priorisierung für fortgeschrittene Therapien an, sondern nennen alle Optionen alphabetisch. Das sollte man positiv sehen.
Seniorinnen und Senioren unter Polypharmazie nehmen oft Nahrungsergänzungsmittel ein, ohne dass die betreuende Praxis davon weiß. Ein Team aus der Schweiz fordert, gezielt nachzufragen.
Bispezifische T-Zell-Engager können ebenso wie CAR-T-Zellen zu spezifischen Nebenwirkungen wie Zytokinfreisetzungssyndrom und Immuneffektorzell-assoziiertem Neurotoxizitätssyndrom führen. Auf dem DGHO-Kongress in Basel gab es Tipps dazu, was in der Praxis zu beachten ist.
Auf dem ENDO 2025 und dem Hypoparathyroidism 2025 Summit wurden unter anderem die kardiovaskulären und nephrologischen Langzeitfolgen und Risiken bei HypoPT sowie dessen Auswirkungen auf die Lebensqualität thematisiert. Neue 3-Jahres-Daten einer PTH-Ersatztherapie zeigen eindrucksvoll, wie all diese Aspekte adressiert werden können.
Beim DGE 2025 erläuterte PD Dr. Schanz, wie chronischer HypoPT die Organe und die Nieren im Besonderen belasten kann. Während die konventionelle Therapie mit hoher Calcium-Zufuhr das Risiko für nephrologische Folgen steigert, hat die PTH-Ersatztherapie das Potenzial, Nierenerkrankungen vorzubeugen.
Hypoparathyreoidismus wird häufig unterschätzt, obwohl Symptome wie Muskelkrämpfe, Müdigkeit und kognitive Beeinträchtigungen den Alltag erheblich einschränken können. Konventionelle Therapie bietet oft nur begrenzte Linderung und birgt zusätzliche Risiken. Eine PTH-Ersatztherapie kann dies ändern.
Hypoparathyreoidismus (HypoPT) ist eine seltene endokrine Erkrankung, die durch reduziertes oder fehlendes Parathormon (PTH), einem Hormon aus den Nebenschilddrüsen, gekennzeichnet. Ein zu niedriger PTH-Spiegel kann negative Auswirkungen auf die Organe haben und zahlreiche Symptome hervorrufen