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Gefässchirurgie

Interventionelle Behandlung von Stenosen und Verschlüssen der A. femoropoplitea mit HemobahnTM-Endografts

  • 01.05.2003
  • Originalarbeit
Erschienen in:

Zusammenfassung

Über die interventionelle Behandlung atherosklerotischer Verschlussprozesse in der A. femoropoplitea mit Hilfe des HemobahnTM-Stentgrafts wurden divergente Behandlungsergebnisse mitgeteilt.
Von uns wurden nach vorausgegangener PTA femoropoplitealer Verschlussprozesse 26 HemobahnTM-Stentgrafts implantiert. 22 Patienten befanden sich im Stadium II, jeweils 2 im Stadium III und IV. Die primäre technische Erfolgsrate betrug 96%, die sekundäre 100%, der Ausstrom-Index nach Müller-Wiefel betrug im Mittel bei 9,2±3,8. Knöchel-Armdruck-Indizes und Gehstrecke verbesserten sich signifikant. Die mittlere Nachbeobachtungszeit betrug 310 Tage. Im Verlauf entwickelten 10 Patienten (38%) intimale Hyperplasien an den Stent-Enden. Die primäre Offenheitsrate nach 12 Monaten betrug 62%, die sekundäre 69%, die korrigierte sekundäre Offenheitsrate 100%. Lediglich das "Edge"-Phänomen erwies sich als tendenziell prädiktiv für das HemobahnTM-Versagen (p=0,09).
HemobahnTM-Stentgrafts führen somit in der A. femoropoplitea zu unbefriedigenden mittelfristigen primären Offenheitsraten. Ihr gegenwärtiger Einsatz ist deshalb außerhalb von Studien allenfalls in spezifischen Situationen, wie z. B. Gefäßperforation, gerechtfertigt.
Titel
Interventionelle Behandlung von Stenosen und Verschlüssen der A. femoropoplitea mit HemobahnTM-Endografts
Verfasst von
Dr. med. P. Klein-Weigel
A. Dessl
P. Rein
P. Waldenberger
F. Kronenberg
W. Jaschke
G. Fraedrich
Publikationsdatum
01.05.2003
Verlag
Springer-Verlag
Erschienen in
Gefässchirurgie / Ausgabe 2/2003
Print ISSN: 0948-7034
Elektronische ISSN: 1434-3932
DOI
https://doi.org/10.1007/s00772-003-0273-8
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