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18.12.2017 | Onlineartikel

Interview zum e.Curriculum Geriatrie

Altersmedizinisches Fachwissen wird im Behandlungsalltag von Allgemeinärzten und Internisten immer wichtiger

Interview mit Prof. C. Sieber, Inhaber des Lehrstuhls für Innere Medizin/Geriatrie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Der demographische Wandel ist Realität: Während in Deutschland seit 1972 weniger Menschen geboren werden als sterben, steigt die  durchschnittliche Lebenserwartung pro Jahr um 3 Monate an. Die Bevölkerungsgruppe der 80-jährigen Menschen nimmt somit proportional am raschesten zu. Vor diesem Hintergrund wird Fachwissen aus der Geriatrie zunehmend im ärztlichen Behandlungsalltag gefordert sein.

Um dieser Herausforderung zu begegnen, haben die Robert Bosch Stiftung und Springer Medizin in einem gemeinsamen Kooperationsprojekt das e.Curriculum Geriatrie entwickelt. Die beiden Kooperationspartner möchten damit zur Erhöhung der Behandlungsqualität älterer Patienten beitragen. Unterstützt und fachlich begleitet wurde die Erstellung des e.Curriculums durch die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) und die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG). 

Allgemeinmediziner, Hausärzte und Internisten sowie alle interessierten Ärzte können mit dem e.Curriculum ihr geriatrisches Fachwissen vertiefen.

I. Dürk, K. Singler: Wodurch zeichnet sich das e.Curriculum Geriatrie aus?
C. Sieber:
Beim e.Curriculum Geriatrie handelt es sich um ein modular aufgebautes, interaktives Online-Curriculum. Die einzelnen Module werden fallbasiert dargestellt und sind mit vielen Beispielen aus der täglichen Praxis hinterlegt. 

Die einzelnen Module sind alle von Geriatern verfasst, die eine besondere Expertise in den einzelnen im e.Curriculum dargestellten Themenbereichen aufweisen. Bei den Autoren handelt es sich mehrheitlich um Stipendiaten des Forschungskollegs Geriatrie der Robert Bosch Stiftung (...). Das Projekt findet in Kooperation mit der DGG und der DGIM statt.

Empfehlung der Redaktion

e.Curriculum Geriatrie Kursübersicht

In den 5 Kursen sind die wichtigsten Themen der Geriatrie – Sturzgefahr, Demenz, Depression, Delir, Ernährung, Notfallmedizin und Polymedikation – anschaulich und interaktiv aufbereitet. Sie können 25 CME-Punkte erhalten und Ihr geriatrisches Fachwissen vertiefen. 

Was ist das Besondere am e.Curriculum Geriatrie?
Das e.Curriculum Geriatrie verfolgt einen innovativen Ansatz zur Vermittlung geriatrischen Wissens und verbindet medizinisches Fachwissen, Mediendidaktik und neueste Technologie. Im Selbststudium kann der Teilnehmer durch den Einsatz lernvertiefender, multimedialer Elemente, wie z.B. Videos, Audiobeiträgen und Animationen, Themenbereiche aus dem weiten Feld der Geriatrie erarbeiten und sein Wissen durch die jedem Modul eigenen CME-Fragen überprüfen. (...) 

An wen richtet sich das e.Curriculum?
Das e.Curriculum Geriatrie richtet sich an Internisten, Allgemeinmediziner und alle klinisch tätigen Ärzte, die geriatrische Patienten betreuen. Die Anzahl betagter, multimorbider Patienten nimmt in fast allen Fachbereichen stetig zu. Somit sind Grundkenntnisse über das Management alter Patienten nicht nur in der inneren Medizin oder Allgemeinmedizin, sondern in vielen Fachbereichen der täglichen Arbeit von zunehmender Relevanz. 

Wie ist das e.Curriculum Geriatrie aufgebaut?
Das e.Curriculum Geriatrie besteht derzeit aus 5 Modulen, (...). Bei den Inhalten handelt es sich um für den klinischen Alltag relevante Themenbereiche aus dem breiten Spektrum der Geriatrie. Die Teilnehmer können sich ihren individuellen Lernplan hierbei frei gestalten. Die einzelnen Module lassen sich einzeln oder auch in ihrer Gesamtheit bearbeiten. (...). Der Teilnehmer erfährt, was einen alten Patienten zu einem geriatrischen Patienten macht. Er kann sich mit den spezifischen Herangehensweisen des Geriaters vertraut machen und lernt das „Stethoskop des Geriaters“, das umfassende geriatrische Assessment, kennen. In jedem der einzelnen Module des e.Curriculums Geriatrie können insgesamt 5 CME-Punkte erworben werden.

Das Interview führten Dr. K. Singler und I. Dürk. (Das Interview wurde 2013 in der Z​​​​​​​ Gerontol Geriat 46: 268–268 veröffentlicht und ist hier leicht gekürzt wiedergeben.)

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