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27.03.2020 | Übersicht | Ausgabe 2/2020

Forensische Psychiatrie, Psychologie, Kriminologie 2/2020

Intimpartnergewalt: Kennzahlen, Tätercharakteristika, Risikoerfassung und -management

Zeitschrift:
Forensische Psychiatrie, Psychologie, Kriminologie > Ausgabe 2/2020
Autoren:
MSc. Chiara Krause, Dr. phil. Angela Guldimann, Prof. Dr. med. Elmar Habermeyer

Zusammenfassung

Im Jahr 2018 wurden in Deutschland 140.775 Opfer intimpartnerschaftlicher Gewalt verzeichnet – eine ähnlich hohe Zahl wie bereits in den letzten Jahren – darunter 142 Opfer vollendeter Mord- oder Totschlagsdelikte. Damit macht Gewalt in der aktuellen oder ehemaligen Intimpartnerschaft einen beträchtlichen Anteil an der gesamten polizeilich registrierten Gewalt aus. Intimpartnergewalt wird dabei über eine breite Altersspanne, verschiedene Beziehungsformen und Geschlechterkonstellationen hinweg festgestellt. Im vorliegenden Beitrag werden zentrale Aspekte intimpartnerschaftlicher Gewalt anhand von aktueller empirischer Forschung diskutiert, mit Schwerpunkt auf deutschsprachige Länder. Der Beitrag gibt einen Überblick über aktuelle Kennzahlen zur Intimpartnergewalt in Deutschland und bietet eine Zusammenfassung über Typologien, die verschiedene Subtypen von (TäterInnen) intimpartnerschaftlicher Gewalt unterscheiden. Weiterhin wird auf individuelle Risikofaktoren für die Ausübung von Intimpartnergewalt und auf aktuelle Ansätze zur Risikoeinschätzung eingegangen. Abschließend werden Präventions- und Interventionsansätze aufgezeigt. Dabei wird ein in Zürich aktuell praktizierter interdisziplinärer Ansatz zu frühzeitiger Erkennung, Einschätzung und Entschärfung von problematischen (Beziehungs‑)Konstellationen, mit dem Ziel Intimpartnergewalt zu verhindern, vorgestellt.

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