Überdosierung von direkten oralen Antikoagulanzien
- 25.06.2024
- Intoxikationen
- Übersichten
- Verfasst von
- Marie Anne-Catherine Neumann
- Noëlle Sieg
- Jorge Garcia Borrega
- Christoph Hüser
- Michael Caspers
- Alexander Shimabukuro-Vornhagen
- Boris Böll
- Matthias Kochanek
- Dennis A. Eichenauer
- Jan-Hendrik Naendrup
Zusammenfassung
Hintergrund
Direkte orale Antikoagulanzien (DOAK) werden zunehmend zur Prophylaxe und Therapie thromboembolischer Ereignisse eingesetzt. Eine fehldosierte DOAK-Therapie ist mit einer Übersterblichkeit verbunden.
Ziel
Der Beitrag möchte für das Problem von DOAK-Überdosierungen sowie deren Ursachen sensibilisieren. Diagnostische und therapeutische Möglichkeiten werden zusammengefasst.
Material und Methoden
Basierend auf einem Fallbeispiel erfolgte die Auswertung der verfügbaren Literatur zum Thema DOAK-Überdosierungen. Hieraus wurden Handlungsempfehlungen abgeleitet.
Ergebnisse
Häufigste Ursache für DOAK-Überdosierungen ist neben der bewusst oder akzidentell gesteigerten Einnahme eine unzureichende Anpassung der Dosis an Komorbiditäten oder an weitere Medikamente. Globale Gerinnungstests sollten durch DOAK-spezifische Untersuchungen ergänzt werden. Eine schwere Blutung sowie die Notwendigkeit einer invasiven Diagnostik oder einer dringenden Operation stellen Indikationen zur Therapie einer DOAK-Überdosierung dar. Je nach Ursache kommen die Gabe von Aktivkohle, die endoskopische Tablettenbergung, die Antagonisierung mit Idarucizumab oder Andexanet alfa sowie die gezielte Substitution von Gerinnungsfaktoren infrage.
Schlussfolgerung
Um eine zeitgerechte Diagnose und adäquate Behandlung von DOAK-Überdosierungen zu gewährleisten, bedarf es der Sensibilisierung der behandelnden Ärzt*innen. Dieser Artikel gibt eine aktuelle Übersicht zu Diagnostik und Therapie, jedoch sind zur Verbesserung der bestehenden Algorithmen weitere Studien notwendig.
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- Titel
- Überdosierung von direkten oralen Antikoagulanzien
- Verfasst von
-
Marie Anne-Catherine Neumann
Noëlle Sieg
Jorge Garcia Borrega
Christoph Hüser
Michael Caspers
Alexander Shimabukuro-Vornhagen
Boris Böll
Matthias Kochanek
Dennis A. Eichenauer
Jan-Hendrik Naendrup
- Publikationsdatum
- 25.06.2024
- Verlag
- Springer Medizin
- Schlagwörter
-
Intoxikationen
Direkte orale Antikoagulanzien
Volumenmangelschock
Angiologische Notfallmedizin
Thrombose
Tiefe Beinvenenthrombose
Venenthrombosen
Chronische Nierenerkrankung
Tiefe Beinvenenthrombose
Direkte orale Antikoagulanzien
Dabigatran
Apixaban
Rivaroxaban
Lungenembolie und akutes Cor pulmonale
Therapie des Vorhofflimmerns
Intensivmedizin
Notfallmedizin - Erschienen in
-
Medizinische Klinik - Intensivmedizin und Notfallmedizin / Ausgabe 5/2025
Print ISSN: 2193-6218
Elektronische ISSN: 2193-6226 - DOI
- https://doi.org/10.1007/s00063-024-01154-8
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