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Überdosierung von direkten oralen Antikoagulanzien

Erschienen in:

Zusammenfassung

Hintergrund

Direkte orale Antikoagulanzien (DOAK) werden zunehmend zur Prophylaxe und Therapie thromboembolischer Ereignisse eingesetzt. Eine fehldosierte DOAK-Therapie ist mit einer Übersterblichkeit verbunden.

Ziel

Der Beitrag möchte für das Problem von DOAK-Überdosierungen sowie deren Ursachen sensibilisieren. Diagnostische und therapeutische Möglichkeiten werden zusammengefasst.

Material und Methoden

Basierend auf einem Fallbeispiel erfolgte die Auswertung der verfügbaren Literatur zum Thema DOAK-Überdosierungen. Hieraus wurden Handlungsempfehlungen abgeleitet.

Ergebnisse

Häufigste Ursache für DOAK-Überdosierungen ist neben der bewusst oder akzidentell gesteigerten Einnahme eine unzureichende Anpassung der Dosis an Komorbiditäten oder an weitere Medikamente. Globale Gerinnungstests sollten durch DOAK-spezifische Untersuchungen ergänzt werden. Eine schwere Blutung sowie die Notwendigkeit einer invasiven Diagnostik oder einer dringenden Operation stellen Indikationen zur Therapie einer DOAK-Überdosierung dar. Je nach Ursache kommen die Gabe von Aktivkohle, die endoskopische Tablettenbergung, die Antagonisierung mit Idarucizumab oder Andexanet alfa sowie die gezielte Substitution von Gerinnungsfaktoren infrage.

Schlussfolgerung

Um eine zeitgerechte Diagnose und adäquate Behandlung von DOAK-Überdosierungen zu gewährleisten, bedarf es der Sensibilisierung der behandelnden Ärzt*innen. Dieser Artikel gibt eine aktuelle Übersicht zu Diagnostik und Therapie, jedoch sind zur Verbesserung der bestehenden Algorithmen weitere Studien notwendig.
Titel
Überdosierung von direkten oralen Antikoagulanzien
Verfasst von
Marie Anne-Catherine Neumann
Noëlle Sieg
Jorge Garcia Borrega
Christoph Hüser
Michael Caspers
Alexander Shimabukuro-Vornhagen
Boris Böll
Matthias Kochanek
Dennis A. Eichenauer
Jan-Hendrik Naendrup
Publikationsdatum
25.06.2024
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