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01.10.2019 | Intoxikationen | Leitthema | Ausgabe 11/2019

Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz 11/2019

Vergiftungen durch exotische Haustiere

Zeitschrift:
Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz > Ausgabe 11/2019
Autoren:
Prof. Dr. med. Andreas Schaper, Luc de Haro, Michael Deters, Maren Hermanns-Clausen, Martin Ebbecke
Wichtige Hinweise
Dieser Artikel ist eine veränderte Fassung des Artikels von A. Schaper, L. de Haro, M. Deters, M. Ebbecke, H. Hentschel, M. Hermanns-Clausen, C. Langer (2015) Unfälle mit exotischen Haustieren, erschienen im Bd. 39 der Buchreihe Research in Legal Medicine beim Verlag Schmidt-Römhild Lübeck, Gift und Giftmord (Poison and Poisening) [12].

Zusammenfassung

Exotische Gifttiere wie Schlangen, Meerestiere, Spinnen und Skorpione sind in Mitteleuropa eine Seltenheit, werden aber von manchen Menschen als Haustiere gehalten. Vergiftungen, die durch diese Tiere ausgelöst werden, stellen bei der ärztlichen Versorgung eine besondere Herausforderung dar.
Im Zeitraum von 6 Jahren (2001–2006) wurden bei 4 Giftinformationszentren in Deutschland und Frankreich insgesamt 202 Fälle von Vergiftungen durch exotische Tiere registriert und ausgewertet. 91 % der Unfälle passierten im häuslichen Umfeld, die restlichen in Zoohandlungen. Verursacht wurden die Vergiftungen durch Schlangen (38 %), Meerestiere (31 %), Arthropoden (Spinnen und Skorpione; 27 %) und sonstige Gifttiere (4 %). In 8 % der Fälle handelte es sich um schwere Vergiftungen, die alle durch Schlangenbisse verursacht worden waren. Die schweren Vergiftungen zeigten sich in Form von Koagulopathien, schweren Lokalsymptomen und einer intubationsbedürftigen respiratorischen Insuffizienz. In 6 Fällen von schweren Vergiftungen wurde ein Immunserum (Antivenin) verabreicht, in 3 Fällen erfolgte ein chirurgischer Eingriff. Todesfälle traten nicht auf.
Nach einem Gifttierbiss oder -stich sollte die betroffene Extremität in der Regel v. a. ruhig gestellt und desinfiziert, nicht jedoch abgebunden, eingeschnitten oder ausgesaugt werden. Der exakte biologische Name der Tierart sollte identifiziert werden. Neben der Einweisung in ein Krankenhaus wird die Konsultation eines Giftinformationszentrums empfohlen.

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