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Vergiftungen in Deutschland

Giftinformationszentren, medizinische Versorgung und nationales Monitoring

Erschienen in:

Zusammenfassung

Hintergrund

Erkrankungen, die auf eine Einwirkung von Stoffen von außerhalb des Körpers auf den Menschen zurückgeführt werden, spielen in Notfallmedizin, innerer Medizin, Pädiatrie und Umweltmedizin eine große Rolle.

Ziel

Die aktuelle Situation der Vergiftungsversorgung und die Berichterstattung über Vergiftungen in Deutschland werden aufgezeigt.

Material und Methoden

Die präsentierten Informationen und Daten entstammen Literaturrecherchen und Interviews mit beteiligten Akteuren.

Ergebnisse und Diskussion

Konsiliarischen Rat zur Unterstützung der klinischen Versorgung von Vergiftungen bieten in Deutschland 8 Giftinformationszentren (GIZ). Zudem kontaktieren Betroffene, Angehörige und Ersthelfende ein GIZ, meist wegen eines akuten Vergiftungsverdachts.
GIZ werden von Betroffenen und Institutionen auch kontaktiert, wenn in einer anderen Situation toxikologische Fachkompetenz gesucht wird, darunter auch Anfragen mit umweltmedizinischem Hintergrund. Häufig wird dabei eine Bewertung von Stoffnachweisen in biologischem Material oder in der Umwelt gewünscht oder eine umweltmedizinische Behandlungsmöglichkeit erfragt.
Für eine Berichterstattung zu Vergiftungsrisiken für die Bevölkerung arbeiten die GIZ mit dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und anderen Institutionen zusammen. Das BfR registriert und bewertet zudem Fallberichte über Vergiftungen, die von Ärzten direkt übermittelt werden. Im Rahmen des Pilotvorhabens Nationales Monitoring von Vergiftungen sollen zukünftig Fallberichte zusammengeführt werden: Ein umfassender und aktueller Überblick über Vergiftungen in Deutschland ist eine notwendige Grundlage zur Erkennung unsicherer Produkte sowie zur umfassenden Erfüllung internationaler Meldeverpflichtungen der Bundesregierung im Fall akuter Vergiftungsepidemien und entsprechender Verdachtsfälle.
Titel
Vergiftungen in Deutschland
Giftinformationszentren, medizinische Versorgung und nationales Monitoring
Verfasst von
Dr. Herbert Desel
Helmut Hentschel
Andreas Stürer
Publikationsdatum
26.04.2017
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
Schlagwort
Intoxikationen
Erschienen in
Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz / Ausgabe 6/2017
Print ISSN: 1436-9990
Elektronische ISSN: 1437-1588
DOI
https://doi.org/10.1007/s00103-017-2550-9
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