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21.12.2016 | Kasuistiken | Ausgabe 11/2017

Der Ophthalmologe 11/2017

Intramuskuläres Depot-Steroid

Therapieoption bei postoperativem zystoidem Makulaödem mit Steroidresponse?

Zeitschrift:
Der Ophthalmologe > Ausgabe 11/2017
Autoren:
Dr. A.-M. Seuthe, Prof. Dr. P. Szurman, Dr. K. T. Boden

Zusammenfassung

Es wird über einen Patienten mit postoperativem zystoiden Makulaödem (CME) nach Phakoemulsifikation und Multifokallinsenimplantation berichtet. Zunächst zeigte sich ein sehr gutes Ansprechen auf die intravitreale Gabe von Triamcinolon mit einem kompletten Rückgang des Ödems ohne einen Anstieg des intraokularen Drucks. Nach einem Jahr erlitt der Patient eine rhegmatogene Ablatio, die durch Vitrektomie mit Endolaser und Gastamponade versorgt wurde. Daraufhin bildete sich ein epiretinaler Narben-Pucker mit Begleitödem aus. Es erfolgte die operative Entfernung durch Pucker-Peeling und Triamcinolon (intravitreale operative Medikamentengabe), woraufhin der Patient mit einer Druckentgleisung im Sinn einer Steroidresponse reagierte. Im postoperativen Verlauf bildete sich erneut ein CME. Durch die zufällige Gabe eines Steroid-Depots intramuskulär durch den Hausarzt kam es zu einem sofortigen Ödemrückgang ohne Druckanstieg. Dieser Fall zeigt, dass ein gutes Ansprechen auf Triamcinolon ohne Druckanstieg eine zukünftige Steroidresponse nicht ausschließt und dass eine mögliche Behandlungsoption eines CME bei bekannter Steroidresponse in einer intramuskulären Gabe eines Steroids liegen könnte.

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