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Gefässchirurgie

Gefäßchirurgische Eingriffe bei Schwangeren – Eine interdisziplinäre Herausforderung

Zusammenfassung

Hintergrund

Gefäßchirurgische Eingriffe während der Schwangerschaft sind selten, stellen jedoch aufgrund physiologischer Veränderungen und ethischer Abwägungen eine besondere Herausforderung dar.

Ziel

Darstellung eines eigenen Falles einer Schwangeren mit peripherer arterieller Verschlusskrankheit (PAVK) im Jahre 2015, sowie Überblick über aktuelle diagnostische und therapeutische Möglichkeiten bei arteriellen Pathologien wie der akuten Extremitätenischämie, dem Bauchaortenaneurysma, dem Viszeralarterienaneurysma und der Typ-B-Aortendissektion.

Material und Methoden

Fallbasierter Erfahrungsbericht kombiniert mit einer selektiven Literaturauswertung relevanter Studien und Fallberichte unter besonderer Berücksichtigung technischer Entwicklungen wie dem intravaskulären Ultraschall (IVUS).

Ergebnisse

Der Fall zeigt eine erfolgreiche operative Versorgung einer PAVK im Stadium IV ohne Komplikationen für Mutter und Kind. In der aktuellen Literatur zeigen sich zunehmend interventionelle Verfahren, die unter Vermeidung von Strahlung, etwa durch Einsatz von IVUS, durchgeführt werden können.

Schlussfolgerung

Mit steigender Zahl älterer Schwangerer ist mit einer Zunahme gefäßchirurgisch relevanter Krankheitsbilder zu rechnen. Eine frühzeitige interdisziplinäre Abklärung, strenge Indikationsstellung und der gezielte Einsatz moderner Techniken sind essenziell.
Titel
Gefäßchirurgische Eingriffe bei Schwangeren – Eine interdisziplinäre Herausforderung
Verfasst von
Prof. Dr. med. Verena Alexandra Müller
Antje Susanne Kasper
Hannah Schäfer
Verena Stangl
Malgorzata Lanowska
Irene Hinterseher
Publikationsdatum
24.10.2025
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Gefässchirurgie
Print ISSN: 0948-7034
Elektronische ISSN: 1434-3932
DOI
https://doi.org/10.1007/s00772-025-01264-3
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