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11.01.2017 | Neurologie | Ausgabe 1/2017 Open Access

psychopraxis. neuropraxis 1/2017

Inzidentelle Befunde vaskulärer Ätiologie in der kranialen MRT

Zeitschrift:
psychopraxis. neuropraxis > Ausgabe 1/2017
Autor:
Assoz. Prof. PD Dr. Christian Enzinger

Zusammenfassung

Mit der zunehmenden Verbreitung und Anwendung der hochsensitiven Methode der kranialen Magnetresonanztomographie steigt auch die Zahl jener Fälle mit Nachweis inzidenteller MRT-Befunde fraglicher klinischer Relevanz, wobei in diesem Kontext Befunden vaskulärer Ätiologie wie klinisch stummen Infarkten oder MRT-Hinweisen auf eine zerebrale Mikroangiopathie aufgrund der Unklarheiten im Management eine hohe Bedeutung zukommt. So variiert etwa die Häufigkeit zufällig nachgewiesener chronischer Infarkte, abhängig von der untersuchten Kohorte und insbesondere dem Alter, von 3–20 %, wobei bereits bei jüngeren Schlaganfallpatienten der obere Maximalwert erreicht wird. Metaanalysen konnten zeigen, dass klinisch stumme zerebrale Infarkte unabhängig von anderen Risikofaktoren mit einem zweifach erhöhten Risiko zukünftiger klinisch fassbarer Schlaganfälle assoziiert sind. Wenn auch bislang evidenzbasierte Richtlinien zum Management derartiger Szenarien fehlen, sollten derartige MRT-Befunde als Manifestation einer zerebrovaskulären Erkrankung gewertet werden.

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