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23.02.2017 | Koronare Herzerkrankung | CME-Kurs | Kurs

Management der perioperativen Myokardischämie

Zeitschrift:
Der Kardiologe | Ausgabe 1/2017
Autoren:
Dr. F. Stoll, Prof. Dr. E. Giannitsis, Prof. Dr. H. A. Katus, Prof. Dr. O. J. Müller
Für:
Ärzte
Zertifiziert bis:
24.02.2018
CME-Punkte:
3
Zertifizierende Institution:
Ärztekammer Nordrhein
Anzahl Versuche:
2
Dies ist Ihre Lerneinheit   » Zum Artikel

Zusammenfassung

Patienten in der Gefäßchirurgie sind oftmals von einem deutlich erhöhten kardialen Risiko betroffen. Kardiale Ereignisse treten bei pAVK (periphere arterielle Verschlusskrankheit)-Patienten häufiger auf und sind zudem mit einer schlechteren Prognose assoziiert. Trotz ähnlicher Erkrankungsgenese sind diese Patienten im Vergleich zu Patienten mit bekannter koronarer Herzkrankheit (KHK) medikamentös unterversorgt. Bei bestimmten Risikofaktoren für das Vorliegen einer KHK sollte präoperativ eine kardiologische Diagnostik und ggf. Therapie erfolgen. Bei Verdacht eines perioperativen Myokardinfarkts (MI) muss unverzüglich ein EKG geschrieben werden. Bei Vorliegen eines ST-Strecken-Hebungs-Infarkts erfolgt eine umgehende Koronarintervention. Zur weiteren Diagnostik des Nicht-ST-Hebungs-Infarkts wird der kardiale Biomarker Troponin (seriell) bestimmt. Neben einem Typ-I-MI, der durch Plaqueruptur entsteht, muss auch an einen Typ-2-MI gedacht werden, der durch ein Ungleichgewicht von Sauerstoffbedarf und erhöhtem Verbrauch auch in Abwesenheit einer Plaqueruptur (z.B. bei signifikanter Koronarstenose, bei Koronarspasmus) entstehen kann. Die Koronarangiographie wird individualisiert nach Einschätzung eines Nutzen-Risiko-Verhältnisses durchgeführt. Die medikamentöse Therapie des MI beinhaltet eine duale Thrombozytenaggregationshemmung sowie eine Antikoagulation. Differenzialdiagnostisch ist in der Akutsituation insbesondere an andere potenziell lebensbedrohliche Erkrankungen wie Lungenarterienembolie oder Aortendissektion zu denken.

Lernziele

In dieser Fortbildungseinheit lernen Sie, …

  • dass das kardiale Risiko die Gesamtprognose gefäßchirurgischer Patienten erheblich beeinflusst.
  • wie eine präoperative Optimierung des Risikoprofils erfolgt.
  • wie das akute Koronarsyndrom definiert ist.
  • was bei der Diagnostik und Therapie der perioperativen Myokardischämie zu beachten ist.
  • an welche Differenzialdiagnosen der perioperativen Myokardischämie gedacht werden sollte.

Zertifizierungsinformationen

Diese Fortbildungseinheit ist zertifiziert von der Ärztekammer Nordrhein gemäß Kategorie D und damit auch für andere Ärztekammern anerkennungsfähig. Es werden 3 Punkte vergeben. Gemäß Diplom-Fortbildungs-Programm (DFP) werden die auf CME.SpringerMedizin.de erworbenen Fortbildungspunkte von der Österreichischen Ärztekammer 1:1 als fachspezifische Fortbildung angerechnet (§26(3) DFP Richtlinie).

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