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30.04.2018 | In Kürze | Ausgabe 5/2018

Der Freie Zahnarzt 5/2018

IST DIE ZAHNÄRZTLICHE FREIBERUFLICHKEIT IN GEFAHR?

Zeitschrift:
Der Freie Zahnarzt > Ausgabe 5/2018
Autoren:
EJO, TW
ERO-Plenarsitzung in Salzburg-- Eine Studie der Arbeitsgruppe „Liberal Dental Practice” (LDP) der beiden Initiatoren Chairman und FVDZ-Europabeauftragter Dr. Ernst-Jürgen Otterbach und FVDZ-Bundesvorstand PD Dr. Thomas Wolf (Uni Bern) erschien vor wenigen Tagen im Magazin Quintessence International. Auf der Plenary Session der Europäischen Regional Organisation (ERO) vom 12. bis 14. April 2018 in Salzburg wurden die Ergebnisse vorgestellt: Es wurde der Trend zu immer neuen Formen zahnärztlicher Berufsausübung beleuchtet; dies unter Berücksichtigung einer unabhängigen, freien, selbstverantwortlichen Berufsausübung mit elementaren Grundlagen wie freier Zahnarzt- und Therapiewahl. Dabei zielt die Studie darauf ab, unter anderem die Organisation der Zahnärzte, die Arten der Berufsausübung, Rahmen und Umfang der universitären Ausbildung in der ERO der Weltzahnärzteorganisation (FDI) zu analysieren und mit den aktuellen Veränderungen im zahnärztlichen Sektor kritisch zu diskutieren. In den insgesamt 33 evaluierten Ländern werden pro Jahr 16619 Zahnärzte in 353 Universitäten ausgebildet, weibliche Studierende gibt es zu 63%, Tendenz steigend. Die selbstständige Zahnarztpraxis ist noch die häufigste Praxisform (51,7%). Nach dem Abschluss dürfen 72,7% der Zahnärzte selbstständig arbeiten, wobei etwa ein Drittel als Pflichtmitglied in Kammer oder Verband organisiert ist. Im Schnitt ist die Relation Zahnarzt zu Einwohner 1:1570. Beachtlich ist zudem, dass in den meisten Ländern keine Regeln für die Gründung von sogenannten Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) existieren. Trotz moderner Formen der Berufsausübung, so die Autoren, sollte die Charta der freien Berufe (CED et al., 2013) respektiert werden. Die zunehmende Kommerzialisierung kann nur verhindert werden, wenn ethische Grundsätze festgelegt und eingehalten werden. Mundgesundheit muss ohne den Einfluss von Dritten gewährleistet werden. Quelle: Is liberal independent dental practice in danger? Assessing forms of dental practice in the European Regional Organization (ERO) zone of the FDI World Dental Federation. Wolf, TG, Seeberger GK, Callaway C, Briseño-Marroquín B, Rusca P, Frank M, Otterbach EJ. Quintessence Int 49 (2018), 4, 325-336, doi:10.3290/j.qi.a39958. Eine deutsche Übersetzung soll demnächst erscheinen. Das Anliegen der ERO-Arbeitsgruppe mit dieser Publikation ist es, die zunehmend weltweit stattfindende Kommerzialisierung in der zahnärztlichen Berufsausübung zu thematisieren, sie in die Europa-Politik und auf FDI-Ebene zu bringen und Diskurs zu erzeugen. ...

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