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Monogene Varianten in „laccase domain-containing 1“ (LACC1) als Ursache einer juvenilen Arthritis

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Zusammenfassung

Monogene Mutationen in „laccase domain-containing 1“ (LACC1) sind mit Krankheitsbildern assoziiert, die schweren Verläufen einer polyartikulären oder systemischen juvenilen idiopathischen Arthritis entsprechen. Die Erkrankungen zeichnen sich durch einen Beginn während der ersten Lebensjahre, eine familiäre Häufung sowie eine hohe Entzündungsaktivität aus. Die Verläufe sind meist schwer therapeutisch zu beeinflussen und führen häufig zu Folgeschäden. Vorgestellt werden vier Fälle aus zwei Familien, bei denen die homozygote Mutation p.T276fs* in LACC1 nachgewiesen wurde. Die Kinder litten initial an polyartikulären bzw. systemischen Formen einer juvenilen Arthritis. Zwei Patienten werden derzeit mit Tocilizumab und Methotrexat behandelt, eine Patientin ohne Basistherapie wird aktuell nur durch lokale wiederholte intraartikuläre Steroide therapiert. Bei der vierten Patientin wurde aufgrund eines Rezidivs einer akuten lymphatischen Leukämie eine allogene Knochenmarktransplantation durchgeführt. Seither traten keine weiteren entzündlichen Symptome auf. Die vorgestellten Fälle werden mit den weiteren 50 bisher publizierten Verläufen verglichen. Zudem werden aktuelle Arbeiten, die den Einfluss der LACC1-Mutationen insbesondere auf die Funktion der Makrophagen untersuchten, zusammengefasst.
Titel
Monogene Varianten in „laccase domain-containing 1“ (LACC1) als Ursache einer juvenilen Arthritis
Verfasst von
Anne-Marie Knieper
Anne Sae Lim von Stuckrad
Kirsten Minden
Carl Christoph Goetzke
Prof. Tilmann Kallinich
Publikationsdatum
03.11.2023
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Zeitschrift für Rheumatologie / Ausgabe 1/2024
Print ISSN: 0340-1855
Elektronische ISSN: 1435-1250
DOI
https://doi.org/10.1007/s00393-023-01442-2
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