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Rheumaerkrankungen im Kindes- und Erwachsenenalter – ganz ähnlich und ganz unterschiedlich

Erschienen in:

Auszug

Mit der Erkenntnis der physiologischen und nosologischen Unterschiede zwischen Erwachsenen und Kindern auch in der Rheumatologie wurden die Besonderheiten kindlicher Patienten seit den 70er- und besonders 80er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts herausgestellt. Zuerst in den USA entstand die pädiatrische Subspezialität der Kinderrheumatologie, später auch in Europa. Dabei wurden richtigerweise die Unterschiede zwischen erwachsenen und kindlichen Patienten betont: das unreife Immunsystem des jungen Kindes, das zudem weniger Erfahrungen hat sammeln können; der wachsende und sich entwickelnde Organismus; die über Zwischenstufen heranreifende Persönlichkeit; die unterschiedliche Herangehensweise an den Patienten, der minderjährig ist und von seinen Eltern oder Erziehungsberechtigten begleitet wird. Schließlich wurde klar, dass Medikamente nicht einfach übernommen werden dürfen („für Kinder eine halbe Ampulle“), sondern dass eigene Medikamentenstudien in Abhängigkeit von Lebensalter, Körpergewicht oder Körperoberfläche notwendig sind, wenn man in der Behandlung von Kindern die gleiche Sorgfalt walten lässt wie bei Erwachsenen. …
Titel
Rheumaerkrankungen im Kindes- und Erwachsenenalter – ganz ähnlich und ganz unterschiedlich
Verfasst von
Prof. Dr. med. Hans-Iko Huppertz
Toni Hospach
Hanns-Martin Lorenz
Publikationsdatum
01.02.2022
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Zeitschrift für Rheumatologie / Ausgabe 1/2022
Print ISSN: 0340-1855
Elektronische ISSN: 1435-1250
DOI
https://doi.org/10.1007/s00393-021-01148-3