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31.07.2020 | Juvenile idiopathische Arthritis | Leitthema | Ausgabe 10/2020

Monatsschrift Kinderheilkunde 10/2020

Differenzialdiagnose der Schmerzen am Bewegungsapparat bei Kindern und Jugendlichen

Zeitschrift:
Monatsschrift Kinderheilkunde > Ausgabe 10/2020
Autor:
Prof. Dr. Hans-Iko Huppertz
Wichtige Hinweise

Redaktion

H. Huppertz, Bremen

Zusammenfassung

Während der Kinder- und Jugendarzt über eine hohe Professionalität im Management von Kopf- und Bauchschmerzen verfügt, besteht manchmal eine gewisse Unsicherheit bei Schmerzen am Bewegungsapparat. Der vorliegende Beitrag bietet eine Hilfestellung. Zunächst müssen schwerwiegende Erkrankungen mit sofortigem Interventionsbedarf ausgeschlossen werden. Dazu gehören septische und maligne Erkrankungen am Bewegungsapparat sowie die Epiphysiolysis capitis femoris. Im weiteren Vorgehen wird bezüglich nichtentzündlicher und entzündlicher Erkrankungen differenziert. Unter den nichtentzündlichen Erkrankungen finden sich Traumata, Wachstumsstörungen, Stoffwechselerkrankungen und Schmerzsyndrome. Einige dieser Erkrankungen erwägt der Pädiater nur differenzialdiagnostisch, während die definitive Versorgung durch den Orthopäden/Kinderchirurgen erfolgt. Im Interesse der optimalen Betreuung der betroffenen Kinder ist die effektive Zusammenarbeit der beiden Disziplinen erforderlich, um die sich beide Seiten bemühen sollten. Unter den entzündlichen Erkrankungen gibt es solche, bei denen als Nebensymptom eine Arthritis auftreten kann, wie Kollagenosen, Vaskulitiden oder Hämophilie. Und es gibt diejenigen Erkrankungen, bei denen die Arthritis den zentralen Aspekt darstellt, akut als Coxitis fugax oder chronisch als juvenile idiopathische Arthritis. Diese Einteilung der Erkrankungen am Bewegungsapparat folgt nicht der traditionellen Gliederung nach der Ursache, sondern den Prozessen der Abklärung und des Managements des erkrankten Kindes.

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