Sekundärer Hyperparathyreoidismus
- 27.01.2025
- Kalzimimetika
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Der sekundäre Hyperparathyreoidismus (sHPT) ist eine anfangs adaptive Reaktion, im Verlauf häufig maladaptive Komplikation chronisch fortschreitender Nierenfunktionsstörungen bis in das Dialysestadium hinein. Der sHPT wird in erster Linie getriggert durch die verminderte renale Vitamin-D-Aktivierung, konsekutive Hypokalzämien und Hyperphosphatämie. Ein dysproportional erhöhter Knochenumsatz und progressiver Knochenabbau erhöhen das Frakturrisiko betroffener Patient*innen. Die präventive Behandlung bei Patient*innen mit chronischer Nierenkrankheit („chronic kidney disease“, CKD) in den CKD-Stadien 3 bis 5 zielt auf eine stadiengerechte Rekonstitution der Vitamin-D-Verfügbarkeit ab, allerdings unter Beachtung der Serumkonzentrationen von Kalzium und Phosphat. Im Dialysestadium (CKD-Stadium 5D) kommen zusätzlich Kalzimimetika zum Einsatz. Ziele der Therapie sind die Aufrechterhaltung eines normalen Knochenumbaus und die Vermeidung von unkontrollierten Elektrolytstörungen wie Hyperkalzämien und Hyperphosphatämien, die wiederum kardiovaskuläre Risiken nach sich ziehen.
Nach Absolvieren dieser Fortbildungseinheit ...
- sind Ihnen die pathophysiologischen Zusammenhänge beim sekundären Hyperparathyreoidismus (sHPT) geläufig.
- kennen Sie die diagnostische und prognostische Relevanz der Serumkonzentrationen an Kalzium, Phosphat, Parathormon (PTH), alkalische Phosphatase (AP), Vitamin D und weiterer Biomarker sowie von deren Interaktionen im Zusammenhang mit sHPT.
- wissen Sie um die medikamentösen Optionen zum Management des sHPT in sowohl Vordialyse- als auch dialysepflichtigen Stadien der chronischen Nierenerkrankung.
Diese Fortbildungseinheit mit 3 Punkten (Kategorie D) wurde von der Ärztekammer Nordrhein für das „Fortbildungszertifikat der Ärztekammer“ gemäß §5 Fortbildungsordnung für die nordrheinischen Ärztinnen und Ärzte vom 23.11.2013 anerkannt und ist damit auch für andere Ärztekammern anerkennungsfähig. Anerkennung in Österreich: Für das Diplom-Fortbildungs-Programm (DFP) werden die von deutschen Landesärztekammern anerkannten Fortbildungspunkte aufgrund der Gleichwertigkeit im gleichen Umfang als DFP-Punkte anerkannt [§ 14, Abschnitt 1, Verordnung über ärztliche Fortbildung, Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) 2013].