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Doppelte Defibrillation rettet den Rhythmus

Therapierefraktäres Kammerflimmern bei STEMI

Erschienen in:

Auszug

Ein 77-jähriger, bisher leistungsfähiger Patient (190 cm, 105 kg, Body-Mass-Index 29,1 kg/m2) wird mit dem Notarzt in die zentrale Notaufnahme bei ST-Hebungsinfarkt (STEMI) der Vorderwand gebracht. Es erfolgte keine EKG-Übertragung und keine telefonische Ankündigung des Patienten. Im EKG zeigt sich eine ST-Hebung im Vorderwandbereich sowie eine Bradyarrhythmie mit Schädigung des rechten Tawara-Schenkels mit neu aufgetretenem atypischen Rechtsschenkelblock mit Notch im aufsteigenden R sowie eine Kammerfrequenz von 35–40 Schlägen pro Minute (siehe Abb. 1 und Abb. 2). Dieser EKG- Befund spricht für einen ausgedehnten Infarkt mit Schädigung des rechten Tawara-Schenkels bei ausgeprägter Ischämie bzw. Nekrose und somit für eine schlechte Prognose.
Abb. 1a,b
: Zwölf-Kanal-EKG mit ST-Hebungsinfarkt (STEMI) der Vorderwand: Vorhofflimmern mit bradykarder Kammerfrequenz 35/min, überdrehter Linkstyp, Q-Zacken in V1 und V2, ST-Hebung in V2, V3, V4 (blauer Pfeil in 1b), Notch im aufsteigendem R (roter Pfeil in 1b).
© R.H.G. Schwinger
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Abb. 2
: 12- Kanal-EKG zwei Jahre vor dem ST-Hebungsinfarkt: Vorhofflimmern, Kammerfrequenz 84/min, überdrehter Linkstyp, zögerliche R-Progression, Zeichen der Vorderwand-Schädigung. Differenzialdiagnostisch: Hypertrophie bzw. Adipositas.
© R.H.G. Schwinger
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Titel
Doppelte Defibrillation rettet den Rhythmus
Therapierefraktäres Kammerflimmern bei STEMI
Verfasst von
Prof. Dr. med. Robert H. G. Schwinger
Publikationsdatum
12.12.2025
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
CardioVasc / Ausgabe 6/2025
Print ISSN: 1617-4933
Elektronische ISSN: 1618-3851
DOI
https://doi.org/10.1007/s15027-025-3913-z
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