Kapillarmikroskopie
Durchführung und Nomenklatur
- 01.05.2010
- Standpunkte
- Verfasst von
- Dr. O. Sander
- C. Sunderkötter
- I. Kötter
- I. Wagner
- M. Becker
- I. Herrgott
- A. Schwarting
- B. Ostendorf
- C. Iking-Konert
- E. Genth
- Erschienen in
- Zeitschrift für Rheumatologie | Ausgabe 3/2010
Zusammenfassung
Die Kapillarmikroskopie hat hohen diagnostischen und prognostischen Wert bei Vorliegen eines Raynaud-Phänomens. Unsere Arbeitsgruppe hat einen Konsens zur Nomenklatur, technischen Ausstattung, Durchführung und diagnostischen Bewertung der Untersuchungsergebnisse erarbeitet. Das Kapillaroskop sollte verschiedene Vergrößerungen sowie digitale Archivierung ermöglichen. Die Dokumentation definierter Befunde ist unabdingbar. Pathologisch ist ein Nebeneinander mehrerer Abweichungen vom altersentsprechenden Normalbefund, wie Kaliberschwankungen, Ektasie, Verzweigung, Elongation (Länge >350 µm), Torquierung (Kreuzung der Schenkel an mindestens 2 Stellen), Sludge, Blutung und Ödem.
Schon als Einzelbefund pathologisch sind meist Büschelkapillaren (mehrfache Verzweigung), Kapillarthrombosen, Megakapillaren (Kapillarlumen >50 µm) und avaskuläre Areale (Kapillarverlust). Die beiden letzten Befunde zusammen sind hochspezifisch für eine systemische Sklerose. Andere Befundkonstellationen sind mit Kollagenosen vereinbar.
Die begriffliche und definitorische Klärung und Einheitlichkeit verbessert die Qualität und Vergleichbarkeit der kapillarmikroskopischen Untersuchung
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- Titel
-
Kapillarmikroskopie
Durchführung und Nomenklatur - Verfasst von
-
Dr. O. Sander
C. Sunderkötter
I. Kötter
I. Wagner
M. Becker
I. Herrgott
A. Schwarting
B. Ostendorf
C. Iking-Konert
E. Genth
- Publikationsdatum
- 01.05.2010
- Verlag
- Springer-Verlag
- Erschienen in
-
Zeitschrift für Rheumatologie / Ausgabe 3/2010
Print ISSN: 0340-1855
Elektronische ISSN: 1435-1250 - DOI
- https://doi.org/10.1007/s00393-010-0618-0
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