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Frauen mit stabiler Angina pectoris haben zwar in der Regel seltener und auch weniger ausgedehnte koronare Plaques als Männer; dafür steigt bei ihnen das kardiovaskuläre Risiko bereits bei geringerer Plaquebelastung deutlich an, und zwar viel steiler als bei Männern.
Ein aktuelles systematisches Review mit Metaanalyse vergleicht bei Herzstillstand außerhalb der Klinik den intraossären mit dem intravenösen Erstzugang. Ein Vorteil für die intraossäre Strategie ließ sich dabei nicht belegen.
Eine verminderte Herzratenvariabilität trägt bei Menschen mit Atherosklerose möglicherweise zur Entstehung von Risiko-Plaques bei. Hinweise dafür liefert eine Studie aus Shanghai, in der Ergebnisse von Langzeit-EKGs mit Plaque-Charakteristika im Koronar-CT und der kardiovaskulären Ereignisrate zusammengeführt wurden.
Ein Team aus Frankreich hat Fälle von plötzlichem Herzstillstand während des Paris-Marathons ausgewertet. In fast 90% waren Männer betroffen, und zwar überwiegend auf dem letzten Kilometer vor dem Ziel.
Optimale Dauer der dualen Plättchenhemmung, Betablocker nach Herzinfarkt, antithrombotische Therapie bei KHK und Vorhofflimmern, Lipidsenkung – zu diesen und weiteren Themen gab es 2025 wichtige neue Studien mit praxisrelevanten Ergebnissen.
Die Verabreichung alle drei bis fünf Minuten wiederholen: Diese Empfehlung des European Resuscitation Council zur Frequenz der Adrenalingabe wird unter Alltagsbedingungen häufig missachtet. Der Reanimationserfolg scheint darunter nicht zu leiden – im Gegenteil.
Liegt die linksventrikuläre Ejektionsfraktion nach einem Herzinfarkt über 40%, kann eine Betablockertherapie die kardiovaskuläre Ereignisrate auch im ersten Jahr nach dem Infarkt nicht wirksam reduzieren. Das legt eine aktuelle Auswertung nahe.
Erhöhte kardiale Troponine gelten als Schlüsselmarker des Myokardinfarkts. In seltenen Fällen beruhen stark erhöhte Werte jedoch nicht auf einer Myokardschädigung, sondern auf Störfaktoren. Wie sollte man mit einem derartigen Verdacht umgehen?
Der duale GLP-1/GIP-Rezeptoragonist Tirzepatid empfiehlt sich mit Ergebnissen einer großen Studie als weitere Option zur Reduktion kardiovaskulärer Ereignisse bei Patienten mit Typ-2-Diabetes und manifester Gefäßerkrankung.
Erwachsene mit Typ-2-Diabetes profitieren laut einer Studie auf Basis einer britischen Datenbank unabhängig von der Höhe ihres kardiovaskulären Risikos von der Primärprävention mit einem Statin.
Ein fit und gesund erscheinender Mittfünfziger stellt sich mit plötzlich aufgetretener linksseitiger Schwäche, Taubheit und Ataxie in der Klinik vor. Sein Blutdruck beträgt 254/150 mmHg. Die Ursachensuche bleibt zunächst erfolglos. Die entscheidende Frage wird erst Wochen später gestellt.
Wer zur Behandlung eines allgemeinärztlichen Problems die Notaufnahme aufsucht, trägt zur steigenden Belastung, oft genug auch Überlastung der Klinikambulanzen bei. Welche Beweggründe stecken hinter diesem Verhalten?
Bringt die gezielte Senkung der Körpertemperatur nach Reanimation einen Überlebensvorteil oder nicht? Pro und Kontra wurden von zwei Fachleuten auf dem DIVI 2025 diskutiert – mit jeweils überzeugenden Argumenten auf Basis aktueller Studien.
Beim akuten ST-Hebungsinfarkt direkt an die PCI eine Supersaturated-Oxygen(SSO2)-Therapie anzuschließen, kann einer Metaanalyse zufolge die Infarktgröße reduzieren. Auf die kardiovaskuläre Prognose hatte die SSO2-Therapie jedoch keinen Einfluss. Die abschließende Bewertung des Langzeitnutzens steht aber noch aus.
Frauen mit Uterusmyomen tragen ein höheres Risiko, atherosklerotische Komplikationen zu entwickeln, wie eine große populationsbasierte Kohortenstudie ans Licht gebracht hat.
Die Annahme, dass beim außerklinischen Kreislaufstillstand (OHCA) die Zahl der notwendigen Defibrillationen den Schweregrad einer zugrunde liegenden KHK widerspiegelt, trifft wohl nicht zu. Als Selektionskriterium für eine Koronarangiografie taugt sie daher nicht.
Sich auf Scoring-Systeme zur Beurteilung des individuellen kardiovaskulären Risikos zu verlassen, scheint in der Praxis keine tragfähige Strategie für die Primärprävention zu sein. Laut aktueller Daten aus den USA wird jede zweite Herzinfarkt-gefährdete Person nicht als solche erkannt.
Sollten dialysepflichtige Menschen regelmäßig Fischölkapseln schlucken? In der randomisierten PISCES-Studie war die tägliche Einnahme mit einem signifikanten Rückgang schwerer kardiovaskulärer Ereignisse gegenüber einer Placebogruppe assoziiert.
Mit einer dualen Biomarker-Strategie, die den hs-cTn-Assay mit einem Test auf Myosin-bindendes Protein (cMyC) verbindet, lassen sich Herzinfarkte (NSTEMI) in der Notaufnahme offenbar effizienter ausschließen als mit dem Standardtest.
Bei Infarktpatienten, die im Rahmen der prähospitalen Erstversorgung den neuen GPIIb/IIIa-Hemmer Zalunfiban erhielten, reduzierte sich das Risiko für klinische Ereignisse. Experten mahnen trotzdem zu einer gewissen Vorsicht.
Cannabis könnte bei jüngeren Menschen, die schon einmal wegen eines akuten Koronarsyndroms behandelt wurden, das Risiko für weitere kardiovaskuläre Ereignisse deutlich erhöhen. Hinweise hierfür finden sich in einer retrospektiven Studie aus Frankreich.
In der italienischen PROMISE-Studie führte eine MINOCA-Behandlung mit umfassender ätiologischer Aufarbeitung im Vergleich mit einem weniger intensiven Standardvorgehen zu einer besseren Symptomkontrolle.
Bestimmte Virusinfektionen lassen das Risiko für koronare Herzkrankheit, Schlaganfall und andere kardiovaskuläre Ereignisse signifikant ansteigen. Besonders ausgeprägt ist dieser Zusammenhang bei Influenza und SARS-CoV-2.
Daten aus der UK Biobank legen nahe: Wer nachts das Licht anlässt, bringt seinen zirkadianen Rhythmus durcheinander. Damit steigt offenbar das Risiko für eine spätere kardiovaskuläre Erkrankung.
Menschen mit metabolisch bedingter Fettlebererkrankung (MASLD) sind kardiovaskulär gefährdet. Laut einer Studie der Universitätsmedizin Mainz handelt es sich bei der MASLD um einen (weitgehend) unabhängigen Risikofaktor.
Krebspatienten mit thorakalen Schmerzen haben ein signifikant erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse. Eine israelische Studie mit über 37.000 Teilnehmenden unterstreicht die Notwendigkeit, die onkologische Vorgeschichte in die Risikobewertung bei Brustschmerzen einzubeziehen.
Menschen mit Typ-2-Myokardinfarkt versterben zwar meist nicht unmittelbar, aber die langfristige Mortalität und auch das Schlaganfallrisiko sind bei ihnen vergleichsweise hoch. Eine US-Studie macht deutlich, wie stark sich Betroffene von „klassischen“ Infarktpatienten unterscheiden und wie groß der Forschungsbedarf zum Typ-2-MI noch ist.
Bei 27% der außerklinischen Herzstillstände zeichnen öffentliche Defibrillatoren einen schockbaren Rhythmus auf – nur dann besteht eine reale Überlebenschance. Eine spätere Rhythmuskonversion verbessert die Prognose kaum.
Eine Analyse von Daten der gesetzlichen Krankenversicherung spricht dafür, dass nur gut 40% der kardiovaskulär erkrankten Personen mit Typ-2-Diabetes pharmakologisch vollständig leitliniengerecht behandelt werden – mit negativen Folgen fürs Überleben.
Durch Cholesterinsenkung mit dem PCSK9-Hemmer Evolocumab als Primärprävention ist in der großen VESALIUS-CV-Studie die Inzidenz kardiovaskulärer Ereignisse im Vergleich zur Standardtherapie signifikant reduziert worden.
Frühzeitig verabreichtes Adrenalin kann bei außerklinischen Reanimationen die Wiedererlangung eines Spontankreislaufs begünstigten und das Überleben bis zur Entlassung aus dem Krankenhaus verbessern – zumindest unterhalb gewisser Gesamtdosen. Dafür sprechen retrospektive Real-World-Daten aus Deutschland. Fragen bleiben dennoch.
Sind Betablocker in der Sekundärprävention nach Herzinfarkt heute noch von Nutzen? Zwei große randomisierte Studien und eine neue Metaanalyse lieferten dazu beim ESC-Kongress 2025 viel Diskussionsstoff.
An Bord von kommerziellen Flügen kommt es offenbar häufiger als bisher angenommen zu medizinischen Ereignissen. Etwa jeder 60. Zwischenfall führt zu einer ungeplanten Landung.
Eine große schwedische Studie hat geprüft, ob ein routinemäßiges Screening auf Helicobacter (H.) pylori bei Patienten nach akutem Myokardinfarkt das Risiko für Blutungen im oberen Gastrointestinaltrakt reduziert. Das Ergebnis fiel ernüchternd aus: Ein Vorteil für die Gesamtpopulation ließ sich nicht nachweisen.
Nach einem Herzinfarkt entwickeln bis zu 50% der Betroffenen psychische Probleme und haben damit ein erhöhtes Risiko für weitere kardiovaskuläre Ereignisse. Die American Heart Association fordert nun in einem Positionspapier, dem Post-Myocardial Infarction Psychological Distress (PMPD) mehr Beachtung zu widmen.
Die präklinische Notfallsonographie (pPOCUS) erlaubt es, wichtige zeitkritische Diagnosen schnell und sicher zu stellen und akuttherapeutische Maßnahmen bereits am Einsatzort oder während des Krankentransports vorzunehmen. Die Evidenz aus Studien ist dazu allerdings noch limitiert.
Schon länger wird diskutiert, ob sich die Sommer- und Winterzeitumstellung auch auf die Gesundheit auswirkt. Eine Registeranalyse aus den USA hat jetzt die kardialen Folgen untersucht.
Um herauszufinden, was hinter plötzlichen, nicht durch einen Unfall verursachten Todesfällen steckt, hat ein Team aus China eine große Populationsstudie durchgeführt. Schmerzen führten demnach sowohl bei kardiovaskulären als auch nicht kardiovaskulären Todesfällen die Liste der fünf Haupt-„Trigger“ an.
Können Harnwegsinfektionen Herzinfarkte und Schlaganfälle triggern, ähnlich wie Influenza oder COVID-19? Nach den Ergebnissen einer großen walisischen Studie ist das naheliegend.
Bei weitem nicht jedem Herzinfarkt liegt eine Atherosklerose zugrunde. Gerade bei jüngeren Frauen sollte man genauer hinsehen: In einer US-Studie wurde bei mehr als der Hälfte der betroffenen Frauen andere Ursachen nachgewiesen, manchmal sogar lebensbedrohliche.
Verbessert ein implantierter Defibrillator (ICD) auch die Überlebenschancen von Risikopatienten mit Herzinfarkt und nur moderat erniedrigter linksventrikulärer Ejektionsfraktion? Die REFINE-ICD-Studie sollte darauf eine Antwort geben.
Sollten alle Patientinnen und Patienten nach einem Myokardinfarkt in der Klinik auf Infektionen mit Helicobacter pylori gescreent werden? Routinemäßig eher nicht, legen die Daten der randomisierten HELP-MI SWEDEHEART-Studie nahe. Bei bestimmten Patienten könnte dies aber sinnvoll sein.
Point-of-Care-Ultraschall (POCUS) ist der manuellen Palpation zur Pulskontrolle während der kardiopulmonalen Wiederbelebung überlegen. Das zeigt eine aktuelle Metaanalyse, die mehr als 2.900 POCUS-basierte und über 1.600 manuelle Pulschecks bei 469 Personen mit Herzstillstand ausgewertet hat.
Weniger Blutungen, gleiches Outcome: Die TARGET-FIRST Studie liefert weitere Argumente für eine kürzere duale Plättchenhemmung (DAPT) nach Infarkt. Zu kurz darf die DAPT aber nicht sein, das zeigt die NEO-MINDSET Studie.
Volumenkontrolliert, druckkontrolliert oder manuell – welche Form der Beatmung führt bei außerklinischen Herzkreislaufstillständen am häufigsten zur Wiederherstellung des Spontankreislaufs? In einer Analyse des Deutschen Reanimationsregisters wurden vier Beatmungstechniken genauer unter die Lupe genommen.
Verletzungen des Brustkorbs sind eine bekannte Folge von Reanimationsmaßnahmen nach Herzstillstand. Weniger bekannt ist, wie sich solche Traumata auf den weiteren Verlauf auswirken. Eine Studie ist der Frage nachgegangen.
Jede/r zweite Betroffene mit Myokardinfarkt hatte vor dem Ereignis keine ärztlich erfassten Warnsymptome und in jedem fünften Fall waren keine Standardrisikofaktoren (SMuRF) dokumentiert.
Patienten mit Herzinfarkt ohne Koronarverschluss (MINOCA) sind laut einer Registerstudie auf Dauer gesundheitlich deutlich eingeschränkt. Sie hatten ein Jahr nach dem Infarkt mehr Angina-pectoris-Anfälle und waren häufiger arbeitsunfähig als Patienten nach Typ-1-Herzinfarkt.
Impfen schützt nicht nur vor der jeweiligen Infektionskrankheit, sondern senkt bei vielen Patientengruppen auch das kardiovaskuläre Risiko. Wer unter diesem Aspekt wann und wie geimpft werden soll, hat die European Society of Cardiology zusammengefasst.
Weniger Folgeinfarkte, weniger Revaskularisationen, aber mehr schwere Blutungen und ein Nulleffekt bei der Gesamtmortalität – geht es nach einer aktuellen Metaanalyse, ist mit diesem Ergebnisprofil zu rechnen, wenn ältere Personen mit akutem Koronarsyndrom frühzeitig invasiv statt konservativ behandelt werden.
Anders als zum Teil vermutet, scheint die Prognose von Kreislaufstillständen nach Stromunfällen eher nicht besser zu sein als bei kardiorespiratorischer Verursachung. Das legen zumindest Ergebnisse aus einer australischen Kohortenstudie nahe.
Am Beispiel von zehn hochriskanten Erkrankungen hat ein Team von US-Forschenden untersucht, wie häufig es in der Notaufnahme zu potentiellen Diagnosefehlern kommt – und was die Folgen sind.
Über die letzten 50 Jahren ging die Zahl der kardial bedingten Todesfälle deutlich zurück, wie eine aktuelle Erhebung aus den USA bestätigt. Für manche Herzerkrankungen jedoch lässt sich ein gegenteiliger Trend erkennen.
Wenn die CT-Angiografie einen MINOCA ergibt, hängt das weitere Vorgehen oft vom Ergebnis eines zusätzlichen Kardio-MRTs ab. In einer prospektiven Studie wurde danach oft auf die initial verschriebene (duale) Plättchenhemmung verzichtet.
Die US-Leitlinien zum Management bei akutem Koronarsyndrom sind aktualisiert worden. Vor allem eine neue Empfehlung zur antithrombotischen Plättchenhemmer-Therapie hat dabei in Kommentaren von Experten starke Resonanz hervorgerufen.
Die Strategie, bei akutem Myokardinfarkt eine komplette Revaskularisation statt einer Behandlung nur der infarktverursachenden Koronarläsion vorzunehmen, geht auch nach einem Jahrzehnt noch mit Vorteilen einher, zeigt eine neue Studienanalyse.
Wenn nach einem außerklinischen Herzstillstand drei oder mehr Defibrillationsversuche erfolglos bleiben, gibt es immer noch Chancen für einen günstigen Verlauf. Anhand eines Notfallregisters hat ein australisches Team Prognosefaktoren evaluiert.
Die duale Antiplättchentherapie (DAPT) nach PCI auf einen Monat zu verkürzen, führt bei hohem Blutungsrisiko zu einem Plus an Sicherheit, ohne Einbußen bei der Wirksamkeit. Aber hat dieses Ergebnis von MASTER DAPT auch Bestand, wenn wiederholte Endpunktereignisse mitberücksichtigt werden? Eine Re-Analyse.
Wer bei akutem Koronarsyndrom allein auf ST-Hebungen an typischer Stelle setzt, kann mit der Risikoeinschätzung falsch liegen. Denn bei okklusivem Myokardinfarkt (OMI) gibt es auch ungewöhnliche EKG-Muster.
Die meisten Studien zur extrakorporalen kardiopulmonalen Reanimation liefern Angaben zu Überleben und den neurologischen Ergebnissen. Weniger weiß man über die Todesursachen im Zuge der eCPR. Eine tschechische Studie hat sich damit befasst.
Patientinnen und Patienten im Herzstillstand mit schockbarem Rhythmus, deren EKG-Muster sich später ändert, haben schlechtere Chancen. Eine Studiengruppe hat die Bedeutung eines solchen Rhythmuswechsels mit Blick auf die extrakorporale Reanimation genauer untersucht.
Bei einem Herzstillstand zählt jede Minute bis eine Reanimation begonnen wird. Notfallmediziner Prof. Dr. med. Michael Müller erklärt im Interview, wie medizinisch geschulte Ersthelfende mittels App alarmiert werden können – und warum digitale Lösungen die Notfallversorgung revolutionieren könnten.
Das Risiko, nach einem akuten ST-Hebungsinfarkt eine stark eingeschränkte linksventrikuläre Funktion davonzutragen, steigt, wenn die Reperfusion nicht im empfohlenen Zeitintervall erfolgt – unabhängig davon, ob primär mit PCI oder mit Fibrinolytika behandelt wird.
Nach dem G-BA-Beschluss zur erweiterten Verordnungsfähigkeit von Lipidsenkern rechnet die DEGAM mit 200 bis 300 neuen Dauerpatienten pro Praxis. Im Interview erläutert Präsidiumsmitglied Erika Baum, wie Hausärztinnen und Hausärzte am besten vorgehen.
Vorzeitiges Ende für eine Studie, die die intraaortale Ballonpumpe (IABP) rehabilitieren wollte: In einem Bridge-Szenario bei kardiogenem Schock auf Basis einer Herzinsuffizienz hatte der zusätzliche, frühe Einsatz einer IABP keinen Benefit.
Eine neue Auswertung von US-Sportereignissen liefert spannende Informationen drüber, wie sich das kardiale Risiko bei Langstreckenläufen verändert hat. Wer ist besonders gefährdet? Und welche Folgen hatte die Pandemie?
Ein neues KI-Tool aus Münster kann auf Basis eines Notaufnahme-EKGs einen NSTEMI ähnlich gut einschätzen wie Troponin-Tests. Doch bringt es einen klinischen Mehrwert?
In den USA ist die Leitlinie zum Management bei akutem Koronarsyndrom aktualisiert worden. In Europa erfolgte das neueste Guideline-Update dazu bereits 2023. Gehen beide Leitlinien konform oder gibt es nennenswerte Differenzen?
Erleiden NSTEMI-Patienten und -Patientinnen infolge einer PCI Myokardschädigungen mit oder ohne Infarkt, erhöht das die Gesamtmortalität und das Risiko für weitere schwere Herzereignisse. Dafür sprechen zumindest Daten aus zwei italienischen Zentren.
Eisbaden ist extrem angesagt – aber ist es aus ärztlicher Sicht auch empfehlenswert? Die derzeit verfügbare Literatur lässt kaum eindeutige Schlüsse zu. Kurzfristig scheint es zumindest dem Stressabbau zu dienen.
Die initiale Energiedosis – bezogen auf das Körpergewicht – hat wenig Einfluss auf den Erfolg einer Defibrillation von Erwachsenen mit Herzstillstand. Eine Rückkehr des Spontankreislaufs wird unabhängig von der Energiedichte ähnlich oft erzielt, auch die Überlebensraten sind vergleichbar.
Je mehr Cholesterin man täglich über die Nahrung zu sich nimmt, desto höher ist offenbar das Herzinfarktrisiko – das legt eine Studie mit US-Veteranen zumindest für Männer nahe.
Ein erneuter Myokardinfarkt sowie die Entwicklung einer Herzinsuffizienz sind wesentliche Komplikationen nach einem akuten Myokardinfarkt. Eine US-amerikanische Studie zeigt insbesondere ein hohes Risiko für die Entwicklung einer Herzinsuffizienz auf, von der nahezu ein Viertel der Patienten betroffen war.
Wann sollten sich Menschen nach überstandenem Myokardinfarkt wieder ans Steuer eines Autos setzen dürfen? Eine Studie aus Kanada liefert aktuelle Daten zur Wahrscheinlichkeit kardial bedingter plötzlicher Kontrollverluste als Basis für entsprechende Empfehlungen.
Ob beim Verdacht auf einen NSTEMI ein hochsensitiver Test auf kardiales Troponin T oder I zum Einsatz kommt, hat laut einer Sekundäranalyse der APACE-Studie Konsequenzen für die Genauigkeit von Diagnose und Prognose.
Die Spende von Blut mag der Gesundung anderer dienlich sein – für die Gesundheit der Spender selbst ist das nicht immer der Fall, wie eine Kasuistik zeigt.
Für die Beendigung von Wiederbelebungsmaßnahmen nach Herzstillstand in Kliniken schlägt ein internationales Team eine Vier-Punkte-Regel vor. Deren Zuverlässigkeit wurde in einer skandinavischen Kohortenstudie validiert.
Nicht lange warten, sondern die LDL-Werte rasch und kräftig senken – damit können Herzinfarktpatienten leichter erneute Herzinfarkte und Schlaganfälle verhindern als mit einer stufenweise intensivierten LDL-Reduktion. Dafür sprechen jedenfalls Praxisdaten aus Italien.
Kommt es sehr früh nach einer kardiopulmonalen Reanimation zu einem Zustand der Hyperoxie, ist dies bei Patientinnen und Patienten nach einem Herzstillstand mit schlechteren funktionellen Ergebnissen assoziiert. Das zeigt eine Sekundäranalyse der TTM-2-Studie.
Wie wirkt es sich auf die Prognose aus, wenn bei Herzstillstand einmal, zweimal oder gar 29 Mal geschockt werden muss? Laut einer aktuellen Studie besteht ein deutlicher Zusammenhang zwischen der Zahl der Defibrillationsversuche und den Überlebenschancen.
Eine aktuelle, auf Daten aus der Routineversorgung in Deutschland basierende Analyse bestätigt die in der ISAR-REACT-5-Studie gezeigte Überlegenheit des Plättchenhemmers Prasugrel gegenüber Ticagrelor bei Patienten mit akutem Koronarsyndrom.
Geht es nach einer aktuellen australischen Studie, genügt eine einzelne hochsensitive Bestimmung von Troponin I (hs-cTnI), um bei nicht nachweisbaren oder extrem niedrigen hs-cTnI-Werten einen akuten Herzinfarkt ziemlich sicher ausschließen zu können.
In der antithrombotischen Langzeittherapie nach PCI und dualer Plättchenhemmung (DAPT) scheint Clopidogrel unabhängig vom Blutungsrisiko und von der Komplexität der Intervention gegenüber ASS im Vorteil zu sein.
Das Risiko peri- und postmenopausaler Frauen, unter einer Hormontherapie (HT) ein kardiovaskuläres Ereignis zu erleiden, hängt offenbar stark davon ab, welche Präparate verwendet werden. Das ist das Ergebnis einer großen Registerstudie aus Schweden.
Schon 30 Jahre vor der Diagnose eines Typ-2-Diabetes ist die Rate kardiovaskulärer Ereignisse mehr als doppelt so hoch wie unter Personen ohne Diabetes. Darauf deutet eine Auswertung dänischer Registerdaten.
Etwa die Hälfte der Personen, die mit Brustschmerzen in Notaufnahmen gehen, erhält einer US-Analyse zufolge Gerinnungstests. An der Behandlung ändern die Tests so gut wie nichts – selbst wenn die Ergebnisse auffällig sind.
Die Blockade des linksseitigen Ganglion stellatum kann für Patienten mit refraktärem oder rezidivierendem Kammerflimmern die Chance auf erfolgreiche Defibrillation und Rückkehr der Zirkulation erhöhen.
Die Idee klingt charmant: Statt nur den aktuellen LDL-Wert zu besprechen, visualisierten Autoren der ZODIAC-Studie ihren ACS-Patienten die Langzeitrisiken bei aktueller und bei optimaler Therapie. Die Studie hatte allerdings einen Haken.
Bei gebrechlichen Patienten und Patientinnen mit akutem Koronarsyndrom wird häufig auf eine invasive Therapie verzichtet. Dabei ist die Revaskularisation auch bei ihnen mit Überlebensvorteilen verbunden, wie eine Studie aus England nahelegt.
Spironolacton tut es Colchicin gleich: Mit keinem der beiden Wirkstoffe konnte in der Doppelstudie CLEAR SYNERGY die Prognose von Patienten nach einem Myokardinfarkt entscheidend verbessert werden.
Personen mit Herzerkrankungen wird eine jährliche Influenza-Impfung empfohlen, das reduziert auch die kardiovaskuläre Morbidität und Mortalität. Doch die Impfraten in Deutschland sind dürftig. In Dänemark gelingt es derweil, die hohen Impfraten noch weiter zu steigern.
Der Anstieg des Herzinfarktrisikos an kalten Tagen betrifft auch Infarkte, die nicht durch atherosklerotisch verengte Koronarien verursacht sind. Sie scheinen sogar besonders stark durch Kälte getriggert zu werden.
Der diastolische Druck während der kardiopulmonalen Reanimation ist ein entscheidender Parameter für das Wiederanspringen der Spontanzirkulation, wie eine Studie aus England ergeben hat.
Geht es nach einer retrospektiven Analyse aus Kanada, kompromittieren Herzinfarkt oder Herzinsuffizienz das onkologische Outcome bei Brustkrebs. So richtig belastbar sind die Daten indes nicht.
In zwei Studien ist verglichen worden, wie sich ein primärer intraossärer im Vergleich zu einem intravenösen Zugang während der Reanimation auf die Chancen von Patientinnen und Patienten mit Herzstillstand auswirkt. Ein Unterschied war nicht zu erkennen.
Wie gut die Chancen stehen, bei Menschen mit Kreislaufstillstand außerhalb vom Krankenhaus ein Kammerflimmern zu beenden, hängt von der Zeit bis zur ersten Schockabgabe ab. Nach einer Studie aus den Niederlanden sollte ein bestimmtes Zeitfenster angestrebt werden.
Einer Studie der Medizinischen Hochschule Hannover zufolge führt der Einsatz eines Larynxtubus statt einer endotrachealen Intubation bei außerklinischen Herzstillständen mit schockbarem Rhythmus häufiger zu anoxischen Hirnschäden und schlechteren neurologischen Ergebnissen.
Die Überlebenschancen von Menschen mit Herzstillstand hängen entscheidend davon ab, wie rasch Maßnahmen zur Reanimation in der „Golden Hour of ROSC“ getroffen werden, so Prof. Alexander Ghanem bei den DGK-Herztagen 2024.
Viele Patienten mit akutem Herzinfarkt sind zugleich anämisch. Unklar ist, ab welcher Hämoglobinschwelle mit Transfusionen gegengesteuert werden sollte. Dazu liegen nun Sechs-Monats-Ergebnisse der MINT-Studie vor.
Relevante Koronarstenosen vor einer Transkatheter-Aortenklappen-Intervention (TAVI) interventionell statt rein medikamentös zu behandeln, bietet Registerdaten zufolge einen überschaubaren klinischen Nutzen zum Preis eines erhöhten Blutungsrisikos.
Frauen mit stabiler Angina pectoris haben zwar in der Regel seltener und auch weniger ausgedehnte koronare Plaques als Männer; dafür steigt bei ihnen das kardiovaskuläre Risiko bereits bei geringerer Plaquebelastung deutlich an, und zwar viel steiler als bei Männern.
Gastrointestinale Blutungen erhöhen die Mortalität von kardiovaskulär Erkrankten. Nach den Ergebnissen einer prospektiven Studie sind sie aber kein Grund, für längere Zeit auf Antithrombotika zu verzichten – im Gegenteil.
Bei einer Haushaltsbefragung in Deutschland gab nur gut ein Drittel der KHK-Patienten und -Patientinnen an, in der hausärztlichen Praxis umfassend zu körperlichem Training beraten worden zu sein. In manchen Personengruppen scheint das Thema besonders selten zur Sprache zu kommen.
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