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Alarmierungskriterien für den nichttraumatologischen Schockraum – erstes Resümee nach Einführung definitiver Kriterien (V2iSiOn-Kriterien) in Münster

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Zusammenfassung

Alarmierungskriterien für die Schockraumanmeldung gab es bis vor Kurzem ausschließlich für Traumapatient:innen. Sie basierten lange Zeit hauptsächlich auf Verletzungsmustern und Unfallmechanismen. Vitalparameter spielten nur eine untergeordnete Rolle. Das kürzlich erschienene Weißbuch zur „Versorgung kritisch kranker, nicht-traumatologischer Patienten im Schockraum“ listet erstmals symptombasierte Indikatoren für die Schockraumversorgung nichttraumatologisch kritisch kranker Patient:innen auf. Sowohl das Weißbuch als auch die neueste Version der S3-Leitlinie „Polytrauma/Schwerverletzten-Behandlung“ empfehlen eine Schockraumversorgung auf der Basis verschiedener pathologischer Vitalparameter. Die alternativen V2iSiOn-Alarmierungskriterien basieren auf einem minimalen Set objektivierbarer und zugleich hochrelevanter Vitalparameter zur Identifikation nichttraumatologischer Patient:innen mit Indikation zur Schockraumversorgung (V2iSiOn: Vasopressor erhalten? Ventilation begonnen? Systolischer Blutdruck < 90 mm Hg? O2-Sättigung unter Raumluft < 90 %? Nichtnormales Bewusstsein/Glasgow Coma Scale < 15 Punkte?). Im vorliegenden Übersichtsbeitrag werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede der verschiedenen traumatologischen und nichttraumatologischen Alarmierungskriteriensysteme dargestellt. Darüber hinaus wird eine erste Bilanz nach Einführung der V2iSiOn-Alarmierungskriterien in der Stadt Münster gezogen.
Titel
Alarmierungskriterien für den nichttraumatologischen Schockraum – erstes Resümee nach Einführung definitiver Kriterien (V2iSiOn-Kriterien) in Münster
Verfasst von
Richard Köhnke
Alexandros Rovas
Eva de Goede
Niklas Leschowski
Andreas Bohn
Mark Michael
Michael Bernhard
Prof. Dr. med. Philipp Kümpers
Publikationsdatum
05.10.2023
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Notfall + Rettungsmedizin / Ausgabe 7/2023
Print ISSN: 1434-6222
Elektronische ISSN: 1436-0578
DOI
https://doi.org/10.1007/s10049-023-01227-9
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